Formel 1 2012

— 12.11.2012

Force India: Piloten gespannt, Mallya geschäftstüchtig

Nico Hülkenberg reist als akribisch vorbereiteter Tourist in die USA, während Paul di Resta sich auf einen Tag im Simulator und Austins Asphalt verlässt





Force India hat sich im Laufe der Saison 2012 massiv gesteigert, mehr als Rang sieben bei den Konstrukteuren scheint für die Mannschaft um Vijay Mallya nach einem schwachen Start jedoch nicht mehr drin zu sein. Im Gegenteil: Vor der Grand-Prix-Premiere in Austin am Wochenende müssen die Inder um diesen Platz fürchten. "Unter normalen Umständen ist Sauber nicht mehr einzuholen. Williams sah in Abu Dhabi gut aus, aber wir sind stark genug, um uns zu wehren", erklärt Paul di Resta.

Sein Chef stimmt dem Schotten zu: "Ich habe gemischte Gefühle", sagt Mallya und denkt an das Rennen auf der arabischen Halbinsel zurück: "Einerseits verbuchen wir weiter Punkte, andererseits sind zwei unserer Hauptrivalen vor uns ins Ziel gekommen", gibt der exzentrische Multimilliardär zu bedenken. Die erste Runde auf dem Yas-Marina-Circuit, in der seine Piloten in Kurve eins kollidierten, bezeichnet er als "frustrierend". "Aber das kann passieren", so Mallya nachsichtig.

Abu Dhabi ist abgehakt

Das Wichtigste sei, dass Force India nach vorne blicke und sicherstelle, dass ein solcher Vorfall nicht wieder geschehe. "Wären die Probleme nicht gewesen, hätten wir um mehr Punkte kämpfen können", ärgert sich Mallya. Der Maxime des Bosses folgt Nico Hülkenberg und hat die Zukunft im Auge: "Ich bin über Abu Dhabi hinweg. Es gibt keinen Grund, zurückzublicken. Ein schlechtes Rennen bestärkt einen nur darin, so schnell wie möglich wieder in das Auto zu kommen."

Vom Circuit of The Americas (CoTA) erwartet der angehende Sauber-Pilot keine Überraschungen: "Ich bin die Runde im Simulator gefahren, habe die Streckenführung also im Kopf", meint Hülkenberg. "Es ist eine durchschnittliche, mittelschnelle Piste mit Höhenunterschieden. Die Kurven drei bis sechs erfordern hohe Geschwindigkeiten und bieten viele Richtungswechsel - ein bisschen wie Maggotts und Becketts in Silverstone. Es gibt auch harte Bremsstellen und langsame Abschnitte - von allem etwas."

Glatter Asphalt Vorteil für Force India?

Nicht so akribisch angegangen ist die Vorbereitung di Resta: "Ich habe nicht viel unternommen", räumt der Ex-DTM-Champion mit einer gehörigen Portion Gelassenheit ein: "Ich habe Skizzen der Strecke gesehen, aber hauptsächlich bereite ich mich am Montag vor dem Rennwochenende im Simulator vor. Ich komme also ausgeruht und unbeschwert in den USA an." Dennoch glaubt der 26-Jährige, dass Austin Force India wegen seines neuen, glatten Asphalts ähnlich dem in Abu Dhabi entgegenkommt.

Di Resta war mit seinem Fahrzeug schon vor zwei Wochen alles andere als unzufrieden: "Unser Auto war im Renntrimm sehr stark, ich habe viel überholt und ohne den Plattfuß hätten wir sicher einen stärkeren Tag erlebt." Er warnt die Konkurrenz: "Es gibt also Anlass zu glauben, dass wir in Austin konkurrenzfähig sein können." Für Hülkenberg kommt vor dem Großangriff auf der Strecke noch der angenehme Teil des Rennfahrerlebens, wie er voller Enthusiasmus betont.

Hülkenberg & der American Way of Life

"Ich habe noch nicht viel Zeit in den USA verbracht, also freue ich mich auf die Tage, die ich dort erleben werde und darauf, etwas von dem Land zu sehen", meint der Tourist aus Emmerich, der die texanische Hauptstadt unsicher machen will: "Ich war schon in New York, aber das war's. Ich mag die Menschen und die Kultur, es sollte also eine spaßige Woche werden. Wir kommen am Dienstag an: Das gibt uns einige Tage Zeit, Austin zu erkunden, ehe es auf die Strecke geht."

Mallya hat etwas anderes im Auge als Sehenswürdigkeiten - nämlich das Geschäft. "Es ist ein so wichtiger Markt für die Teams und die Marken, die mit dem Sport zu tun haben", meint er über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. "Die Rückkehr in den Kalender kommt uns gelegen. Force India fährt zum ersten Mal auf US-amerikanischem Boden und das ganze Team ist aufgeregt. An einen neuen Ort zu reisen bedeutet immer eine neue Herausforderung." Den zahlreichen Vorschusslorbeeren für den CoTA fügt er gerne weitere hinzu.

Mallya ist sich sicher: "Nach allem, was ich gehört habe, ist es eine erstklassige Anlage. Austin ist eine freundliche Stadt, sicher werden wir dort herzlich empfangen."

Fotoquelle: xpbimages.com



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