Formel 1 2012

— 15.11.2012

Toro Rosso will Renault-Motoren

Mit den gleichen Aggregaten wie das Schwesterteam könnte Toro Rosso seinen Aufwärtstrend ab 2014 fortsetzen - Kehrt Force India zu Ferrari zurück?





Die V6-Turbo-Ära, die mit der Saison 2014 in der Formel 1 beginnt, wirft ihre Schatten voraus: Nach Informationen von 'auto motor und sport' wechselt Toro Rosso seinen Motorenpartner und lässt sich ab dem übernächsten Jahr nicht mehr von Ferrari, sondern von Renault beliefern - damit schaffen Franz Tost und seine Mannen gleiche Ausgangsbedingungen wie das große Schwesterteam Red Bull. Dazu gibt es Gerüchte, Force India würde sich seine Triebwerke demnächst bei Ferrari beschaffen.

Das Team um Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne könnte mit den französischen Aggregaten im Heck auf deutlich mehr Teile aus Milton Keynes zurückgreifen. Angesichts der führenden Rolle Red Bulls und Adrian Neweys im Technikrennen der Formel 1 dürfte das kein Nachteil sein. Die Entscheidung ist dennoch eine Überraschung, schließlich hatte Renault-Sport-Geschäftsführer Jean-Francois Caubet gegenüber 'Motorsport-Total.com' unlängst erklärt, nicht mit einem Wechsel Toro Rossos zu rechnen.

Als Grund nannte der Franzose die konstanten Kosten für sein Unternehmen, allerdings bei ausbleibenden Imagegewinnen. Kurzum: Für Renault erschien es wenig sinnvoll, ein Team zu finanzieren. Die Vorzeichen könnten sich geändert haben, falls Red Bull Druck ausgeübt hat - das Weltmeisterteam zu beliefern ist für Caubet und Co. ein Prestigeprojekt. Nach den Österreichern, Lotus, Williams und Caterham noch ein fünftes Team auszustatten, dürfte Renaults Kapazitäten nicht übersteigen.

Die Hintergründe zu Force Indias möglicher Rückkehr zu Ferrari sind dagegen undurchsichtiger. Mit Mercedes-Motoren, wie die Vijay-Mallya-Truppe sie seit 2009 einsetzt, hat das Team gute Erfahrungen gemacht. Wie 'auto motor und sport' spekuliert, könnte die Entscheidung finanzielle Gründe haben oder mit dem Nachwuchsprogramm der Scuderia in Zusammenhang stehen. Force-India-Testfahrer Jules Bianchi ist dessen Mitglied, beim Young-Driver-Test in Magny Cours war er sogar in beiden Autos im Einsatz.

Fotoquelle: xpbimages.com



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