Formel 1 2012

— 19.11.2012

Surer rät Ferrari: Nichts verschlimmbessern!

Der TV-Experte ist voll des Lobes für die Fahrweise Alonsos und der Meinung, dass die Scuderia das Potenzial ihres Autos mit Abstimmungsarbeit ausschöpfen sollte





Ferrari hat im Kampf um den WM-Titel einen großen Trumpf - der heißt Fernando Alonso. Der Spanier schafft es immer wieder, aus einem alles andere als optimalen Auto das Maximum herauszuholen. Am Sonntag in Austin demonstrierte der Doppelweltmeister das eindrucksvoll mit seinem Start und der schnellsten Rennrunde, die er zeitweise hielt. "Ich muss sagen: Ferrari hat alles richtig gemacht", zeigt sich 'Sky'-Experte Marc Surer beeindruckt von der Leistung des Piloten und seiner Mannschaft.

Lob erhält die Scuderia für das Manöver, bei Felipe Massa das Siegel am Getriebe zu brechen, um den Titelkandidaten in der Startaufstellung vor den Brasilianer zu bugsieren. "Dass man das Getriebe proforma gewechselt hat, damit Alonso auf die richtige Seite kam, war genau richtig, wenn wir uns den Start anschauen", erklärt Surer. Das lag auch daran, dass der Mann aus Oviedo ein Mal mehr in einer kritischen Situation keinen Fehler beging. Nach der ersten Kurve hatte er sich von Rang sechs auf vier geschoben.

Rennintelligenz ja, Tempo nein

"Alonso hat immer die Übersicht", erklärt Surer, warum der Ferrari-Star an den sich duellierenden Konkurrenten auf der Außenbahn vorbeifuhr. Allerdings sei auch eine Portion Glück dabei gewesen, bemerkt der Schweizer: "Hätten die innen eine Kollision gehabt, hätten sie ihn wahrscheinlich mitgenommen." Alonso weiß um die Bedeutung des Manövers: "Unsere WM-Hoffnungen sind nur dank der ersten Runden noch am Leben", pustet er durch. Schließlich ist das Leben an der Spitze deutlich einfacher als im Mittelfeld.

Dort lauert in jeder Kehre Geflügelsalat und ein Nuller - der ist das Letzte, was Alonso im immer aussichtsloseren Kampf um den Titel gebrauchen kann. "Dieses Podium ist nach all den Schwierigkeiten, die wir dieses Wochenende hatten, wie ein Sieg für uns", so Alonso. Allerdings büßte der 31-Jährige weitere Zähler auf Sebastian Vettel ein und steht damit beim Saisonfinale in Brasilien unter Druck: "Wir haben heute gesehen: Ferrari ist nicht schnell genug", warnt Surer vor jeder italienischen Euphorie.

Lieber tüfteln als revolutionieren

Dennoch ist der TV-Experte der Meinung, Teamchef Stefano Domenicali sollte bei seinem Maranello-Abstecher dieser Tage keine neuen Teile im Handgepäck transportieren. "Wenn es nicht ein Wahnsinnsergebnis aus dem Windkanal gibt, ist es meistens besser, man lässt das Auto so, wie es ist", glaubt Surer und gibt zu bedenken, dass Massa mit dem F2012 in der aktuellen Konfiguration "sauschnell" war. "Der Ferrari ist nicht schlecht, sie müssen nur die Abstimmung noch ein bisschen besser hinkriegen."

Lieber also an den Stellschrauben drehen, als das Risiko eingehen, das Tempo komplett zu verlieren, findet Surer: "Wenn man wieder neue Teile ausprobiert, kann es sein, dass man alles wieder durcheinanderbringt." Wenn den Roten überhaupt etwas vorzuwerfen war, dann der verpatzte Boxenstopp, der Alonso in Austin einige Sekunden kostete. "Am Samstagabend oder am Freitag hat wohl niemand geglaubt, dass wir nur drei Punkte verlieren würden", betont Alonso - ein echter Sonntagsfahrer eben.

Fotoquelle: xpbimages.com

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