Formel 1 2012

— 19.11.2012

Letztes Gefecht: Di Montezemolo schwört Ferrari ein

Der Scuderia-Präsident lanciert einen dramatischen Appell an die Mitarbeiter - Alguersuari sieht psychologischen Vorteil bei Alonso



Wer es mit Ferrari hält, der spricht von einer Kampfansage. Wer der Scuderia skeptisch gegenüber steht, wird das Wort Durchhalteparole in den Mund nehmen. Es geht um einen offenen Brief, den Präsident Luca di Montezemolo am Montag an die Mitarbeiter in Maranello richtete. Er schreibt über die Situation im Titelkampf der Formel 1, die Außenseiterchancen Fernando Alonsos und das Saisonfinale in Brasilien: "Wir werden bis zur letzten Runde, bis zum letzten Kilometer in Interlagos kämpfen."

Di Montezemolo räumt ein, dass es "sehr hart wird", Sebastian Vettel auf dem Weg zu WM-Krone Nummer drei noch abzufangen. Dennoch gibt er sich optimistisch: "Ich und alle anderen glauben daran, dass wir es schaffen können." Der Ferrari-Präsident argumentiert, es in den vergangenen 16 Jahren bis auf wenige Ausnahmen geschafft zu haben, im Titelkampf bei den letzten Rennen der Saison mit bei der Musik gewesen zu sein.

"Und jetzt sind wir es wieder. Egal, wie es ausgeht, wir hatten eine Chance", hebt der 65-Jährige in seinem Schreiben hervor. Der Mann mit dem blauen Sakko lobt: "Wir können stolz darauf sein, was wir bislang erreicht haben. Trotzdem ist Stolz nicht genug: Wir wollen gewinnen", unterstreicht di Montezemolo. Der US-Grand-Prix habe ihm Mut gemacht: "In Austin hat das Team ein Mal mehr genau wie beide Fahrer einen perfekten Job abgeliefert."

"Fernando hat es auf das Podium geschafft und Felipe ist ein fantastisches Rennen gefahren", lobt der Italiener. Ihm war auch nicht entgangen, dass sich der Brasilianer ein Mal mehr in den Dienst der Scuderia gestellt hatte: "Ganz davon abgesehen, dass er erneut demonstriert hat, dass er ein Teamplayer ist", würdigt di Montezemolo Massas Bereitschaft, bei dem Manöver mit dem gebrochenen Getriebesiegel und der Rückversetzung in der Startaufstellung mitzuspielen. "Jetzt geht es fest entschlossen, zu gewinnen, nach Sao Paulo", bläst die Montezemolo zur Attacke.

Alonso Landsmann Jaime Alguersuari schnekt den Worten des Ferrari-Präsidenten Glauben. Entschieden sei nur, wer das beste Auto habe und nicht wer der beste Fahrer sei. "Brasilien wird ungemütlich für Vettel, aber sehr komfortabel für Fernando", so der Pirelli-Testpilot gegenüber 'Mundo Deportivo'. Der Deutsche könne nur verlieren, während ein erfahrener Pilot wie Alonso wisse, dass er mit der Vizemeisterschaft in der Tasche nur gewinnen könne. "Jeder Sportler weiß, wie gut es ist, nichts zu verlieren zu haben", so Alguersuari.

Fotoquelle: xpbimages.com

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