Immer noch ein Matador: Lewis Hamilton ist zurück auf der Siegerstraße

Formel 1 2012

— 20.11.2012

Hamilton: Ego befriedigt, lächelnd weitermachen

Der McLaren-Pilot glaubt, sein Team auf einem Hoch zu verlassen und fühlt sich in der Lage, um WM-Titel zu kämpfen: "Die Besten geschlagen"



Er war nie weg aus der Spitzengruppe der Formel 1 - und doch fühlte sich der Sieg Lewis Hamiltons beim US-Grand-Prix am Sonntag in Austin an wie eine Rückkehr. Zwei Ausfälle bei komfortablen Führungen in Singapur und in Abu Dhabi hatten den Briten angestachelt. "An diesem Wochenende war ich hungriger als jemals zuvor", sagt er dem 'Independant' über seine Triumphfahrt und das entscheidende Manöver kurz vor Schluss gegen Sebastian Vettel, den er auf der Strecke schnappte.

Hamilton begreift den Erfolg als einen, der nicht nur seine Karriere, sondern die Formel-1-Welt insgesamt prägt: "Ich denke, ich habe dem Sport meinen Stempel aufgedrückt und gezeigt, dass ich noch immer den Status besitze, den auch die anderen haben", meint der 27-Jährige und erinnert daran, nicht nur Vettel, sondern auch Fernando Alonso in Texas bei "einer der besten Fahrten des Jahres" hinter sich gelassen zu haben: "Ich habe gerade die geschlagen, die für die Besten gehalten werden."

Die Gunst der Stunde proklamiert der Weltmeister von 2008 für sich: "Ich werde stärker und stärker, das war meine beste Leistung", betont Hamilton. "Ich war in der Lage, Druck zu machen, ohne Fehler zu begehen. So konnte ich Sebastian jagen." Dass der Heppenheimer nicht einsam an der Spitze seine Kreise zog, sondern mit ihm in den Infight zu gehen hatte, macht Hamilton Mut: "Ihn Fehler machen zu sehen, ist ein großartiges Gefühl. Egal, was passiert: Ich gehe auf einem Hoch."

Der zukünftige Mercedes-Pilot unterstreicht, dass er sein Talent nicht verloren hat: "Obwohl ich nicht um die Plätze eins und zwei in der Meisterschaft kämpfe, habe ich noch immer das Tempo", so Hamilton, der auf die Pannenserie bei den 'Chrompfeilen" anspielt: "Wir könnten mehr Siege auf dem Konto haben, wären da nicht die ganzen Probleme gewesen", hadert er, misst dem USA-Trip aber heilsame Wirkung bei. "Das lässt uns den Rest vergessen und erlaubt es uns, lächelnd weiterzumachen."

Für Hamilton richtet sich das Augenmerk bereits auf das Saisonfinale Brasilien, für eine große Party blieb in Austin keine Zeit. Dennoch wollte er den emotionalen Moment nicht ungewürdigt verstreichen lassen, wie er dem 'Guardian' berichtet: "Wir sind nicht geblieben und haben gefeiert - aber ich bin vor allen aufgestanden und habe eine kleine Ansprache gehalten. Ich werde noch eine größere in der Fabrik nachholen, aber ich wollte allen für die harte Arbeit der vergangenen Jahre danken."

Fotoquelle: McLaren

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