Formel 1 2012

— 20.11.2012

Lotus: Vorfreude auf die Herausforderung Interlagos

Für Kimi Räikkönen geht es auf einer seiner Lieblingspisten darum, WM-Rang drei zu halten, auch wenn er darauf verzichten könnte - Auch Romain Grosjean mag den Kurs





Während für Lotus Rang vier in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft in trockenen Tüchern ist, muss Kimi Räikkönen um seinen dritten Rang in der Fahrerwertung noch kämpfen. McLaren-Pilot Lewis Hamilton rückte mit seinem Sieg am vergangenen Sonntag in Austin beim gleichzeitigen sechsten Platz von Räikkönen bis auf 16 Punkte an den Finnen heran und kann diesem beim Saisonfinale in Sao Paulo am kommenden Sonntag noch abfangen.

Der "Iceman" hingegen ist entschlossen, an dem Ort, wo er sich vor fünf Jahren zum Weltmeister krönte, seine aktuelle Position zu verteidigen und damit seine Comeback-Saison in den Top 3 der Gesamtwertung abzuschließen. "Es besteht kein Zweifel daran, dass ich in Interlagos den größten Tag meiner Karriere erlebte", spricht Räikkönen seinen Titelgewinn für Ferrari im dramatischen Saisonfinale 2007 gegen das McLaren-Duo Lewis Hamilton/Fernando Alonso an.

"Ich habe also gute Erinnerungen an die Strecke, die in der Vergangenheit immer gut zu mir war", so der Finne über das Autodromo Jose Carlos Pace in Sao Paulo, wo er bei neun Starts fünfmal auf dem Podest stand (Formel-1-Datenbank: Räikkönens Brasilien-Bilanz). Zudem sah Räikkönen auf der brasilianischen Grand-Prix-Piste immer die Zielflagge und will die Leistung am Sonntag wiederholen. Schafft er das, dann hätte der Lotus-Pilot in seiner Comeback-Saison als einziger Pilot alle 20 Rennen beendet.

Der "Iceman" mag die Herausforderung im Land des Samba

Im Jahr 2003 feierte Räikkönen auf dem Interlagos-Podium zunächst den Sieg, nur um diesen wenige Tage später an Giancarlo Fisichella abtreten zu müssen. Dennoch: "Ich habe auf dieser Strecke einige der besten Momente meines Lebens erfahren. Diese kann mir keiner nehmen und das ist der Grund, warum es einer der Orte ist, an die ich am liebsten zurückkehre", so der "Iceman" über Interlagos.

Die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende in Sao Paulo formuliert Räikkönen wie folgt: "Eine Startposition in der ersten Reihe hilft natürlich. Auch die Motorleistung ist entscheidend, denn es geht steil bergauf. Der Schlüssel wird wieder einmal der Abtrieb sein, doch auch die Stabilität auf der Bremse ist wichtig. Die wichtigste Kurve ist die letzte, denn sie führt auf die ansteigende Start- und Ziel-Geraden."

Generell findet der Finne an der Interlagos-Rennstrecke großen Gefallen, denn es ist "ein Kurs der alten Schule, der zwar nicht ganz an Spa oder Suzuka herankommt, aber dennoch eine große Herausforderung darstellt, da er gegen den Uhrzeigersinn befahren wird". Hinzu kommt, dass das wechselhafte Wetter in Sao Paulo regelmäßig für jede Menge Kopfzerbrechen sorgt, was die Herausforderung noch erhöht.

Räikkönen will nicht nach Istanbul

Da Räikkönen seine Titelhoffnungen am 4. November in Abu Dhabi trotz seines ersten Saisonsiegs begraben musste, scherzte er kürzlich, dass er die Saison unter diesen Voraussetzungen am liebsten als Vierter abschließen würde, um sich so den Gang zur FIA-Gala, die in diesem Jahr in Istanbul stattfindet, zu ersparen.

Lotus-Teamchef Eric Boullier hat freilich anderes vor. "Wir werden alles tun, damit Kimi nach Istanbul fliegen muss. Unser Ziel ist es, mindestens eines unserer Autos auf das Podest zu bringen", spricht der Franzose gegenüber 'Autosport' den bevorstehenden Grand Prix von Brasilien an. Teamkollege Romain Grosjean bringt das Phänomen Räikkönen treffend auf den Punkt: "Er spricht nicht viel, aber er ist ein guter Teamkollege."

Grosjean mag alles an Interlagos

Genau wie Räikkönen bezeichnet auch Grosjean den Kurs in Interlagos als "fantastische Strecke, die schön zu fahren ist und meinem Fahrstil entgegenkommt". Eine ausgesprochene Lieblingspassage auf der 4,309 Kilometer langen Runde hat der in Genf geborene Franzose nicht. "Alles ist toll. Die Höhenunterschiede sind interessant. Es ist eine Strecke nach alter Bauart, die mir insgesamt sehr gut gefällt. Wenn ich mich aber auf einen Streckenteil festlegen müsste, dann würde ich sagen, die Passage zwischen der letzten und der ersten Kurve. Als Fahrer hat man dort viel Spaß."

Auf die Höhenlage von rund 700 Metern über dem Meeresspiegel und das wechselhafte Wetter hat man ohnehin keinen Einfluss, weshalb Grosjeans Plan für das Wochenende vorsieht, "die richtige Strategie zu wählen und zur richtigen Zeit mit den richtigen Reifen draußen zu sein". Neben den beiden Slick-Mischungen Medium und Hard ist angesichts eines gegenwärtigen Regenrisikos von 60 Prozent für Samstag und Sonntag auch der Einsatz der Intermediates und der Regenreifen von Pirelli wahrscheinlich.

Fotoquelle: xpbimages.com

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