Formel 1 2012

— 24.11.2012

Ferrari gibt nicht auf: Alonso hofft auf "Vettel im Pech"

Nach einem enttäuschenden Qualifying für Fernando Alonso steckt Ferrari den Kopf nicht in den Sand sondern gibt sich kämpferisch





Fernando Alonso möchte am Sonntag beim Großen Preis von Brasilien das Kunststück versuchen, beim letzten Rennen der Formel-1-Saison 2012 Sebastian Vettel doch noch davon abzuhalten, zum dritten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister zu werden.

Am Samstag lief es für den Spanier in der Qualifikation denkbar schlecht, denn mit 0,795 Sekunden Rückstand belegte der Spanier lediglich den achten Rang. Dank einer Strafversetzung von Pastor Maldonado geht es für den Spanier jedoch noch um eine Position nach vorn. Besser lief es für Teamkollege Felipe Massa, der bei seinem Heimrennen mit 0,529 Sekunden Rückstand von der fünften Position aus startet.

"Ich bin über diese Position nicht überrascht", so Alonso. "Denn es ist nicht so, als könnten wir im Zeitraum von einer Woche in Sachen Leistung eine Revolution erwarten. Meiner Meinung nach habe ich ein gutes Qualifying gezeigt, und angesichts der Tatsache, wie die letzten paar Rennen verlaufen sind, sind meine Chancen, es auf das Podium zu schaffen, immer noch intakt. Das wird mein Ziel sein, denn ich weiß, dass wir zumindest unter normalen Umständen nicht die Chance haben, um den Sieg zu kämpfen."

"Ich weiß auch, dass, falls ich noch irgendwelche Hoffnungen auf den Titel haben will, es plausibler ist, auf einen Ausfall von Vettel zu bauen als auf die Tatsache, dass ich auf einer Position ins Ziel kommen, wo ich in der Klassifikation vor ihn kommen kann."

"Natürlich hoffe ich aus diesem Grund auf ein chaotisches Rennen. Der Regen könnte also einen wichtigen Faktor darstellen, selbst wenn es im Nassen für alle riskanter ist. Das Auto ist nicht speziell auf den Regen abgestimmt, denn das sollte auch nicht zu sein."

"Felipe steht vor mir, denn er fuhr ein großartiges Qualifying, über der Norm, also musste man dies erwarten. Es ist beinahe ein Wunder, dass wir beim letzten Rennen ankommen und uns immer noch im Kampf um den Titel befinden. Unter normalen Bedingungen denke ich, hätten wir uns schon in Monza oder Singapur von unseren Chancen verabschieden können. Wir sind jedoch hier, immer noch im Spiel und wir werden definitiv heute nicht kapitulieren."

"Das war ein gutes Qualifying", so Massa. "Im dritten Qualifying-Durchgang fuhr ich eine perfekte Runde, das Maximum, das ich leisten konnte. McLaren und Red Bull sind schneller als wir, aber ich bin mit der Balance meines Autos sehr zufrieden. Nun müssen wir auf das Rennen fokussiert bleiben, das alles andere als einfach wird. Es wird Regen erwartet, es kann also alles passieren. Unter diesen Bedingungen muss man es einfach ins Ziel schaffen, das wäre schon eine Leistung."

"Ob ich über meine Position überrascht bin? Vielleicht mögen einige Leute glauben, dass ich im Alter von 30 Jahren endlich gelernt habe zu fahren, aber Spaß beiseite, dies ist das Ergebnis der Tatsache, dass ich mich seit Mitte der Saison im Auto sogar noch wohler fühle und das Vertrauen habe, um hart Druck zu machen."

"Meine Herangehensweise an dieses Rennen wird sehr einfach sein. Ich werde versuchen mein Bestes vor meinem Heimpublikum und für Ferrari zu geben. Ich verfüge über ein großartiges Auto, selbst wenn es im Qualifying nicht das Schnellste ist. Aber es ist im Rennen konkurrenzfähig."

"Das ist definitiv nicht das Ergebnis, auf das wir an diesem Nachmittag gehofft hatten", so Teamchef Stefano Domenicali. "Aber wir haben in dieser Saison so häufig gesehen, dass der Ausgang des Samstags nicht endgültig sein muss. Das war während der gesamten Saison der Fall, und wenn man die Unsicherheit in Bezug auf das Wetter dazu nimmt - Regen könnte eine Rolle spielen - dann sollten wir Sieganwärter sein."

"Dieses Ergebnis spiegelt mehr oder weniger unseren Saison Durchschnitt wieder, wir können aus diesem Grund nicht überrascht sein, wie es gelaufen ist. Alles, was wir nun tun können, ist, uns so gut wie möglich auf morgen vorzubereiten, den entscheidenden Tag dieser Meisterschaft. Wir wissen genau, was wir tun müssen: perfekt und bereit sein, das Maximum aus jeder Chance zu machen."

"Eines können wir unseren Fans versprechen - viele von ihnen sind hier auf den Tribünen: Wir werden vom Anfang bis zum Ende 120 Prozent geben, um unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen den zweiten Rang in der Konstrukteursmeisterschaft behalten und vor allem Fernando den Fahrertitel bescheren, den er mehr verdient als jeder andere Fahrer auf der Strecke."

"Wir können nicht plötzlich erwarten, dass wir uns vor Red Bull und McLaren befinden", so Pat Fry, Technischer Direktor des Teams. "Sie waren dieses Jahr im Qualifying konstant schneller als wir. Wir wussten, dass wir um die dritte Reihe kämpfen müssen, und wir haben es zumindest geschafft, dank eines schönen dritten Qualifying-Durchgangs von Felipe ein Auto dort hinzubekommen."

"In Bezug auf die Balance haben wir Fernando kein gleich gutes Auto zur Verfügung gestellt, und wir müssen die Daten studieren, um zu sehen, wie wir die Situation im Rahmen der Möglichkeiten für das morgige Rennen verbessern können."

"Alle Vorhersagen sagen in den kommenden Stunden Regen voraus, und es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass wir ein Regenrennen haben. Wir müssen aus diesem Grund in der Lage sein, mit einem Rennen umzugehen, das verspricht, voller Zwischenfälle gepackt zu sein, so wie das hier beim Großen Preis von Brasilien Tradition hat."

"Gestern haben wir uns auf einem Longrun als konkurrenzfähig erwiesen, auf Basis dessen, was man an einem Freitag sagen kann, aber die Bedingungen werden völlig anders sein. Es ist aus diesem Grund unmöglich, Vorhersagen zu treffen. Die Herausforderung, die wir vor uns haben, ist eine schwierige, aber wir werden alles geben!"

Fotoquelle: Ferrari

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