Champion Sebastian Vettel lebe hoch, dreimal lebe er hoch!

Formel 1 2012

— 25.11.2012

Red Bull: Nichts konnte den Champion stoppen

Beim Saisonfinale in Sao Paulo hatte Sebastian Vettel jede Menge Gegenwind, doch der Deutsche gab nie auf und sicherte sich den dritten WM-Titel



Mit 13 WM-Punkten Vorsprung war Sebastian Vettel in den Groen Preis von Brasilien gegangen, doch schon wenige Sekunden nach dem Start nahm das Unheil seinen Lauf. Erst verpatzte der Red-Bull-Pilot den Start und fiel hinter Paul di Resta zurck, dann kollidierte er wenige Sekunden spter mit Lokalmatador Bruno Senna und stand pltzlich in entgegengesetzter Fahrtrichtung mitten auf der Strecke, musste das komplette Feld passieren lassen.

Auf der Aufholjagd stellten sich die nchsten Probleme in den Weg. Sebastian Vettel konnte per Funk nicht mehr mit seinem Team sprechen, stand dadurch einmal an der Box, ohne dass das Team auf ihn vorbereitet war. Hinzu kam die Tatsache, dass sein Auto nach dem Zwischenfall so stark beschdigt war, dass es Hitzeprobleme gab und die Aerodynamik so gestrt war, dass man an Hchstgeschwindigkeit einbte.

Doch am Ende konnte sich zwar Fernando Alonso den zweiten Rang sichern, der sechste Platz von Vettel reichte jedoch aus, um sich den dritten WM-Titel in Folge zu sichern - mit 281 Punkten und drei WM-Zhlern Vorsprung auf den Spanier. Teamkollege Mark Webber sah auf der vierten Position die Zielflagge. Er belegt in der WM-Wertung mit 179 Punkten den sechsten Rang. Die Konstrukteursmeisterschaft sicherte sich der sterreichische Rennstall bereits vor einer Woche in den USA. Am Ende hat man mit 460 Punkten 60 Zhler Vorsprung auf Ferrari.

"Es ist schwierig, sich vorzustellen, was im Moment durch meinen Kopf geht", so Vettel. "Ich bin so voller Adrenalin. Es war ein unglaubliches Rennen. Alles, was htte passieren knnen, um es uns heute noch schwieriger zu machen, ist passiert!"

"Ich wurde in der vierten Kurve grundlos umgedreht und stand falsch herum. Also musste ich mich gerade stellen und hatte Glck, dass mich keiner traf. Das Auto war beschdigt und wir verloren auf den Geraden Geschwindigkeit, umso mehr wenn es abtrocknete."

"Aber glcklicherweise begann es wieder zu regnen. Das gesamte Wochenende versuchten uns die Leute in eine gewisse Richtung zu bringen und sagten, dass es fr uns schwieriger werden wrde, falls es regnet, aber wir haben heute bewiesen, dass wir regnerische Bedingungen so mgen wie die trockenen."

"Ich bin sehr, sehr glcklich. Das wichtigste whrend der Saison ist die Tatsache, dass wir Druck gemacht haben und wir selbst geblieben sind. Wir haben einfach versucht, unser Ding zu machen und sind der Route treu geblieben, die wir kennen, und das hat den Unterschied ausgemacht. Einige Leute versuchten Spiele zu spielen, aber wir haben uns nie ablenken lassen, wir haben unseren Weg verfolgt."

"Alle in Milton Keynes und hier an der Strecke haben immer so viel Druck gemacht, wir haben uns in der zweiten Saisonhlfte wirklich verbessert. Ich mchte mich bei allen im Team und bei Renault bedanken. Es gibt niemanden im Team, der sich wichtiger fhlt als jeder andere, wir machen alle zusammen Druck, alle Seite an Seite. Wir sind eine groe Macht und ich bin sehr stolz darauf."

"Was passiert ist, ist unwirklich: Einen dritten Titel zu gewinnen, besonders hier, wo einer meiner grten Helden herstammt, Ayrton Senna. Es fllt schwer, dafr Worte zu finden. Ich habe im Auto geschrieben, aber mein Funk funktionierte nicht, vielleicht bin ich darber ganz glcklich! Morgen kann ich wohl mehr sagen, aber nun habe ich einfach nicht die richtigen Worte dafr."

"Das Rennen ist heute den Erwartungen gerecht geworden", so Webber. "Die Bedingungen waren natrlich fr uns alle sehr schwierig. Wir waren heute in Bezug auf die Geschwindigkeit nicht besonders stark, und sowohl Sebastian als auch ich waren bei den Restarts ziemlich verwundbar, auch beim Start des Rennens auf den Slicks. Ich wurde innen ziemlich hart getroffen, ich denke, dass es einer der Sauber war, und wir mussten von da an Druck machen."

"Wir haben aus dem heutigen Tag das rausgeholt, was wir nur holen konnten, und wir trafen eine gute Entscheidung, zum richtigen Moment auf die Intermediates zu wechseln."

"Das war von Sebastian eine groartige Leistung. Er ist nun zu einem ziemlich ordentlichen Klub dazu gestoen und hat in gewisser Weise auch seinen eigenen gegrndet, ist der jngste Weltmeister aller Zeiten und nun ein dreimaliger Weltmeister - diesbezglich muss man den Hut vor ihm ziehen."

"Die Saison ist schnell vorbei gegangen, es gab jede Menge verschiedene Sieger, einige Hhen und Tiefen, jede Menge Unflle und fr mich ein paar schne Siege. Ich freue mich nun auf eine Pause, um die Batterien wieder aufzuladen, und dann geht es in das Jahr 2013."

"Ein unglaubliches Ende einer wirklich unglaublichen Saison", so Teamchef Christian Horner. "Wir wussten schon immer, dass sich diese Meisterschaft zum absoluten Ende hinziehen wrde, und ich denke nicht, dass irgendjemand ein solches Rennen hatte erwarten knnen, wie wir es heute hatten. Es ist ziemlich phnomenal, drei Doppel-Weltmeisterschaften in Folge zu erzielen."

"Sebastian ist in dieser Saison besser gefahren als jemals zuvor und hat sich in dieser Meisterschaft wieder zurck gekmpft. Er hat nie aufgegeben, das konnte man auch im heutigen Rennen sehen. Nachdem er von seiner Position geworfen und an das Ende des Feldes mit zahlreichen Beschdigungen geworfen wurde, kmpfte er seinen Weg zurck in das Rennen."

"Er hat nie aufgegeben, und es war ein Rennen mit maximalem Stress heute angesichts des Regens, Phasen ohne Regen, Zwischenfllen, Drehern und einem Safety-Car, dem Funk, der nicht funktionierte."

"Aber man muss als Ganzes auf die Saison zurckblicken. In 20 Rennen hat das Team unglaubliche Arbeit geleistet und Sebastian hat diese Weltmeisterschaft wirklich verdient. Mit Fernando Alonso hatte er einen unglaublichen Gegner, und wir mssen ihm Tribut zollen fr die Art und Weise, in der er in diesem Jahr gefahren ist. Das hat die Weltmeisterschaft sogar noch hherwertiger gestaltet angesichts des Niveaus an Wettbewerb, gegen den er antreten musste."

"Alles, was ich nun tun kann, ist, mich bei jedem einzelnen Mitglied des Teams fr alles bedanken, das es geleistet hat. Ich mchte Dietrich Mateschitz fr seine Widmung bedanken, seine Untersttzung, und die Ermutigung, die er uns allen gegeben hat."

"Ich mchte mich bei allen Mitgliedern von Red Bull bedanken, die uns den ganzen Weg ber begleitet haben, und natrlich bei all unseren Partnern, die diese Reise whrend der vergangenen drei Jahre mit uns beschritten haben. Ein groes Dankeschn im Namen des gesamten Teams an sie alle. Es braucht etwas Zeit, bis wir diesen Erfolg begriffen haben."

"Die gesamte Saison war eine unglaubliche Angelegenheit", so Adrian Newey, Technischer Direktor des Teams. "Aber dass wir sie heute am Ende derart beendet haben, mit so vielen Ereignissen, dem Zwischenfall in der ersten Runde, die Sorgen ber die Beschdigungen an der Verkleidung und dem Auspuff, die Tatsache, dass das Auto hart mit den Reifen umging, der Funk der ausfiel - das war einfach groartig, denn es gab so viele Dinge, mit denen auf uns geworfen wurde."

"Das war eine wirkliche Auszeichnung fr das Team und die Fahrer, dass wir durch das alles gekommen sind und dennoch ausreichend Punkte holten, um die Meisterschaft zu gewinnen. Ich wei nicht, wie man in der Lage sein soll zu beschreiben, dass Sebastian drei Meisterschaften gewonnen hat."

"Das Markenzeichen des Jahres war sicherlich die Hartnckigkeit, die das Team zeigte. Zu Beginn des Jahres hatten wir mit dem Auto zu kmpfen, versuchten zu verstehen, wie es mit dem Verlust des seitlichen Auspuffs funktioniert und wie wir ein Auto, das zu Beginn des Jahres ziemlich am Boden war, wieder auf die Beine zu bekommen. Es ist fr alle eine groartige Auszeichnung, dass wir die Konstrukteursmeisterschaft vor einer Woche und dann hier die Fahrermeisterschaft geholt haben."

"Das war ein hartes Rennen", so Cyril Dumont von Renault. "Sebastian befand sich nach dem Dreher auf der letzten Position, und danach verloren wir den Kontakt ber Funk. Es war ziemlich schwierig."

"Wir wechselten auf Slicks und dann musste er erneut an die Box kommen, um sich Intermediates zu holen. Aber aufgrund des Problems mit dem Funk waren wir nicht bereit. Angesichts des Problems mit der Lichtmaschine im Rennen zuvor war es fr uns schwierig, es war aus diesem Grund wohl die richtige Entscheidung, hier mit der neuen Spezifikation zu fahren."

"Alles in allem war es eine schwierige Saison, aber wir haben das Ziel erreicht, das wir wollten. Ich mchte mich bei allen im Team an der Strecke, zuhause in Viry und allen bei der Renault-Gruppe und den Leuten, die fr Mechachrome arbeiten, bedanken. Ein groes Dankeschn an euch alle, es war ein Vergngen, mit euch whrend den vergangenen sechs Jahren zu arbeiten."

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Top 10: Die dominantesten Autos der Formel-1-Geschichte

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

News

Fotostrecke: Die grten Hassduelle der Formel-1-Geschichte

News

Formel 1 Ungarn 2017: Teamorder-Diskussionen bei Vettel-Sieg

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung