Coulthard ging in Austin auf die Strecke, als sie noch eine Baustelle war

Formel 1 2012

— 27.11.2012

Coulthard zieht Bilanz: Austin top, Massa flop

Der Schotte spricht sowohl Sebastian Vettel als auch Fernando Alonso ein Kompliment aus, kann über die Strecke in Südkorea aber nur den Kopf schütteln



Spätestens unter dem Weihnachtsbaum fragt sich jeder Fan, was die Highlights und die Enttäuschungen der Formel-1-Saison waren. Da geht es David Coulthard nicht anders. Für seine Kolumne im 'Telegraph' hat der Schotte 2012 Revue passieren lassen und will den Fahrer des Jahres nicht küren: "Ich kann mich zwischen ihnen nicht entscheiden", schreibt der zurückgetretene DTM-Pilot über Sebastian Vettel und Fernando Alonso. "Fernando hatte unbestritten das schlechtere Auto", überlegt Coulthard.

Um dann zu bedenken: "Sebastian hat in Abu Dhabi und in Brasilien seinen Kritikern gezeigt, dass er kämpfen kann und Herz besitzt." Kurzum: ein Unentschieden. Die Bronzemedaille geht an einen McLaren-Piloten, der sich diese nicht nur mit Benzin, sondern auch mit Tinte verdient hat: Lewis Hamilton. "Knapp geschlagener Dritter", so Coulthard über den Technik-Pechvogel des Jahres, "ein paar Fehler, aber er hat Mut bewiesen mit der Mercedes-Entscheidung."

So viel Lob erhält Felipe Massa nicht - im Gegenteil. Für Coulthard ist der Brasilianer die Enttäuschung schlechthin. "Im Nirgendwo im ersten Teil der Saison", schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen. Erst als sich Alonso intern für Massa ausgesprochen habe, sei Besserung eingetreten: "Er hat bewiesen, dass er das Talent noch immer besitzt", gesteht der 41-Jährige zu. "Er war wie neu geboren und würde aber auch das Comeback des Jahres verdienen."

Für Coulthard war der Brasilien-Grand-Prix das beste Rennen, weil er so viele Randgeschichten bot und in der Fahrer-WM alles auf dem Spiel stand. Genossen hat er außerdem den Circuit of The Americas (CoTA), für ihn die Strecke Nummer eins: "Kurse wie Spa-Francorchamps oder Suzuka sind aus fahrerischer Perspektive besser", überlegt Coulthard, favorisiert die texanische Rennpremiere aber wegen der Atmosphäre, der Rennaction der Rückkehr in die USA.

Weniger begeistert war vom Koeran International Circuit in Yeongam. Coulthard findet deutliche Worte: "Es ist nicht die schlimmste Strecke für den Fahrer, aber wenn man einen Kurs 400 Kilometer vom nächsten Flughafen entfernt in einem unscheinbaren Hafen baut, macht man sich keine Freunde", erklärt er und glaubt, mit dieser Meinung nicht alleine auf weiter Flur zu stehen: "Es gibt in diesem Sport nur wenige Leute, die etwas Nettes über dieses Rennen sagen würden."

Fotoquelle: Red Bull

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