Formel 1 2012

— 28.11.2012

Williams: "Pastor hat dieses seltene Tempo"

Der Teamgründer glaubt, mit Maldonado und Bottas eine schlagkräftige Paarung gebildet zu haben: "Hätten schon 2012 besser abschneiden sollen"





Noch vor einem Jahr wäre die Frage, wer die Renncockpits bei Williams bekommt, nicht so heiß diskutiert worden: Das Traditionsteam aus Grove fuhr hinter. Für 2013 allerdings haben sich die Vorzeichen geändert, schließlich handelt es sich um ein punkt-, wenn nicht sogar siegfähiges Auto. Im Interview erklärt Frank Williams, wieso seine Wahl auf den Venezolaner Pastor Maldonado und den Finnen Valtteri Bottas fiel, was die Stärken der Piloten sind und was sich die Truppe zum Ziel gemacht hat.

Frage: "Frank, 2013 wird Williams mit Pastor Maldonado und Valtteri Bottas an den Start gehen. Wie ergänzen sich beide als Fahrer?"
Frank Williams: "Beide Fahrer sind auf ihre Weise sehr stark und ich bin gespannt, was sie im kommenden Jahr erreichen können. Pastor hat in dieser Saison gezeigt, dass er einer der schnellsten Fahrer in der Formel 1 ist. Er hat einige beeindruckende Leistungen in den Qualifyings gezeigt."

Maldonado reifer geworden

"Valtteri hat schon bei seiner wenigen Fahrtzeit bewiesen, dass er schnell auf Tempo kommt. Wir sollten also die beiden Piloten verpflichtet haben, die das Maximum aus dem unbestrittenen Potenzial des Autos herausholen. Mit ihnen ist der Umgang unkompliziert, was immer dabei hilft, ein gutes Verhältnis zu den Ingenieuren aufzubauen und das Auto zu entwickeln."

Frage: "2013 wird Pastor Maldonados dritte Saison bei Williams. Was hat Sie am meisten beeindruckt, seitdem er zum Team gestoßen ist?"
Williams: "Pastor hat dieses unglaublich seltene Tempo und die Fähigkeit, alles aus dem Auto herauszuholen. Er findet Zeit, wo sie andere nicht finden würden. Er zeigt mit jedem Rennen mehr und mehr Reife. Seine dominante Vorstellung in Spanien hat verdeutlicht, dass er mit Druck umgehen und fabelhafte Rennen fahren kann. Mit einer weiteren Saison Erfahrung, kann er seine Position als einer der Spitzenfahrer festigen - da bin ich mir sicher."

Bottas "maximal vorbereitet"

Frage: "Valtteri Bottas gilt als eines der viel versprechendsten Talente in der Formel 1. Welche Qualitäten sehen Sie in ihm? Weshalb haben Sie ihn vom Test- zum Einsatzfahrer befördert?"
Williams: "Valtteri ist seit drei Jahren Teil der Williams-Familie und ich weiß, dass unsere Renningenieure und viele weitere Leute im Fahrerlager viel von ihm halten. Seine Fähigkeit, Informationen schnell aufzunehmen, ist exzellent. 2012 hat er in den Freitagstrainings gezeigt, dass er auf neuen Strecken schnell auf Tempo kommt. Das wird wichtig sein im kommenden Jahr, weil die erste Saison immer die schwierigste ist, gerade bei dem Kaliber, das andere Fahrer darstellen."

Frage: "Denken Sie, dass die Tatsache, dass Valtteri seit 2010 bei Williams ist, dafür spricht, dass er sich schnell in der Formel 1 zurechtfindet?"
Williams: "Es ist auf jeden Fall ein Vorteil. Er verbringt viel Zeit im Werk, hat gute Verbindungen aufgebaut und weiß, wie wir arbeiten. Im Gegenzug wissen auch wir, wie er gerne verfährt, was unerlässlich ist bei der Entwicklung eines Autos im Saisonverlauf - da braucht es auf beiden Seiten gute Kommunikation. Ein neuer Fahrer, der schon drei Jahre das Auto testet und im Simulator arbeitet, ist so gut vorbereitet wie möglich auf seine erste Saison."

Podestplätze als Ziel

Frage: "Wie würden Sie die Saison 2012 für Williams bewerten?"
Williams: "Der FW34 war ein starkes Auto. Insgesamt haben wir das Gefühl, wir hätten besser abschneiden sollen mit den Mitteln, die uns zur Verfügung standen. Unser Tempo auf den Longruns war konstant gut. Obwohl wir an unseren Qualifyingleistungen arbeiten müssen, konnten wir den Topteams auf einer einzelnen Runde auf manchen Strecken Paroli bieten."

"Natürlich war der Sieg in Spanien denkwürdig und hat gezeigt, dass wir Siegerautos bauen können. Der Fortschritt, den wir seit 2011 an den Tag gelegt haben, war sehr ermutigend und ich bin zuversichtlich, dass wir mit den Leuten, die wir haben, 2013 weiter nach vorne kommen."

Frage: "Womit wären Sie nächstes Jahr zufrieden?"
Williams: "Prognosen abzugeben ist immer gefährlich, gerade wenn ich an den unvorhersehbaren Verlauf der Saison 2012 denke. Nichtsdestotrotz sind wir darauf aus, auf 2012 aufzubauen und ein Auto auf die Beine zu stellen, das auf vielen Kursen in die Punkt fahren und auch um Podestplätze kämpfen kann."

Fotoquelle: Williams



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