Formel 1 2012

— 02.12.2012

Massa gesteht: "Hatte mir Sorgen um den Vertrag gemacht"

Weil seine Ergebnisse in der ersten Saisonhälfte recht mau waren, fühlte sich Felipe Massa nicht sehr wohl in seiner Haut: "Es gab viele Spekulationen"



Felipe Massa darf aufatmen. Denn er hat die vielleicht schwierigste Saison seiner Formel-1-Karriere noch zu einem positiven Abschluss gebracht. Dabei hatte 2012 für den Brasilianer alles andere als gut begonnen: nur 23 Punkte aus zehn Rennen . Aus diesem Grund stand die Weiterbeschäftigung des 31-Jährigen teamintern lange Zeit zur Diskussion. Massa schaffte aber die Wende - und darf bleiben.

Daran hatte er selbst im Sommer aber noch gewisse Zweifel gehabt, wie er rückblickend gesteht. "In der ersten Jahreshälfte hatte ich mir Sorgen um die Erneuerung meines Vertrags gemacht. Ich hatte nicht geglaubt, dass Ferrari wirklich bis zum Ende des Sommers warten würde, um über die Fahrer für 2013 nachzudenken", sagte Massa am Rande des Ferrari-Tags auf der Rennstrecke in Valencia.

Was erschwerend hinzukam: Die Gerüchteküche kochte wochen- und monatelang auf Hochtouren. Doch das gehört zum Alltag eines Ferrari-Piloten, meint Massa. "Es gibt Gerüchte, seit ich hier in Maranello bin. Schon in meiner ersten Saison gab es eine Liste von Fahrern, die mich noch während des Jahres ersetzen könnten. Es gab viele Spekulationen. Genau wie in diesem Jahr", erklärt er.

Und das hat sich für ihn zu einem Problem entwickelt: "Anfangs habe ich dem zu viel Aufmerksamkeit gewidmet. Im August sagte ich mir schließlich, dass ich nur noch ans Rennfahren denken und Spaß haben sollte. Da begann ich, das Auto richtig zu fahren", sagt der brasilianische Ferrari-Pilot. Und seine Maßnahme war erfolgreich: "Ich hatte gleich das richtige Gefühl für das Auto", meint Massa.

Die Resultate der zweiten Saisonhälfte scheinen dies zu untermauern: Massa fuhr ab Budapest in jedem Rennen in die Punkteränge, stand zweimal auf dem Podest und verfünffachte seine Ausbeute an WM-Zählern. "Jetzt fühle ich mich sehr stark, denn in den letzten neun Rennen waren die Ergebnisse da", meint er. "Das stimmt mich optimistisch für meine Zukunft und die Zukunft von Ferrari."

Fotoquelle: xpbimages.com

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