Formel 1 2012

— 04.12.2012

De la Rosa outet sich als "Reisemuffel"

Pedro de la Rosa privat: Der Spanier spricht über seine Abneigung gegen das Reisen, ein tragisches Erlebnis in seiner Kindheit und verrät, was ihn nachts um den Schlaf bringt



Das Aus von HRT in der Formel 1 wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Karriere von Pedro de la Rosa beendet haben. Dass der 41-Jährige noch einmal ein Cockpit in der Formel 1 erhält, ist kaum denkbar. Vor allem vom menschlichen Standpunkt her wäre der Abgang des Spaniers ein großer Verlust, denn de la Rosa gilt im Fahrerlager als einer der umgänglichsten und freundlichsten Piloten. Dies zeigt sich auf daran, dass er den Fans Einblick auf den Menschen Pedro de la Rosa gewährt.

So verrät de la Rosa, dass ihn ein Teil seines Jobs als Formel-1-Fahrer immer sehr gestört hat: "Ich reise nicht gerne, und das ist in diesem Geschäft ein großer Nachteil", so der Spanier im Gespräch mit 'formula1.com'. Auch die Speisen an Bord eines Flugzeugs sagen dem 41-Jährigen nicht zu. "Auf Reisen habe ich immer einen Energieriegel in meiner Tasche, ich fühle mich besser, wenn ich auf das Flugzeugessen verzichte." Wenig überraschend ist sein Leibgericht: "Eine gute spanische Paella am Strand."

Nach der Rückkehr von einer Reise spielt sich bei de la Rosa das immer gleiche Ritual ab: "Ich muss all mein Gepäck auspacken, selbst wenn ich spät abends nach Hause komme. Erst wenn ich alles ausgepackt habe, kann ich schlafen", erklärt der Spanier. Bei der Frage nach seinem Lieblingsgeruch ist de la Rosa wieder ganz Rennfahrer: "Benzin. Ich liebe den Geruch von verbranntem Öl und Benzin von Zweitakt-Motoren."

Der 41-Jährige berichtet auch von einem tragischen Erlebnis in seiner Kindheit, welches ihm auch heute noch zu schaffen macht: "Als ich ein Kind war, habe ich mit einem Schraubendreher gespielt und habe damit versucht, mein Fahrrad zu reparieren. Dabei ist der Schraubendreher unglücklich abgerutscht und ins Auge meines Cousins geraten. Er hätte sein Auge damals fast verloren. Damit muss ich seitdem Leben."

Auch an den Tod seines Vaters denkt er nur ungern zurück: "Zu sehen, wie er gegen eine degenerative neurologische Erkrankung kämpfte, wie er immer schwächer wurde und nicht in der Lage zu sein, ihm zu helfen, war schrecklich", sagt de la Rosa. An einen Rat seines Vaters erinnert er sich jedoch fast täglich: "Er hat mir einmal gesagt: Wenn du jemandem die Hand schüttelst, musst du das kräftig tun und ihm dabei in die Augen schauen. Daran denke ich bei jedem Händedruck."

Der Spanier verriet auch, was ihn nachts um den Schlaf bringt: "Neben dem Jetlag vor allem wenn Leute, mit denen man sich einig war, ihre Meinung ändern, und dann behaupten, das hätten sie vorher nie anders gesagt. Das hasse ich, und ja, manchmal bringt mich das um den Schlaf."

Für die Zeit nach einem Ende seiner Rennfahrer-Karriere hat de la Rosa schon einige Pläne: "Ich würde gerne mehr Zeit mit meiner Familie verbringen, weniger reisen, mehr lesen, und vielleicht sogar versuchen, mein Studium abzuschließen." Doch allzu bald will er diese noch nicht verwirklichen: "Ich sehe mich noch nicht ohne Lenkrad in den Händen."

Fotoquelle: Pirelli

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