Formel 1 2012

— 08.12.2012

Wie realistisch ist eine Formel-1-Rückkehr nach Österreich?

Ist Österreich tatsächlich ein Kandidat für das noch offene Europa-Rennen im nächstjährigen Formel-1-Kalender oder bleibt es 2013 bei 19 WM-Läufen?





Nachdem der FIA-Weltrat auf seiner letzten Sitzung des Jahres am Mittwoch dieser Woche einen leicht veränderten Formel-1-Kalender für die Saison 2013 präsentierte, ranken sich diverse Gerüchte um das noch nicht bestätigte Europa-Rennen am 21. Juli. Die Chancen, dass der Grand Prix der Türkei den Zuschlag erhält, sind nach den jüngsten Äußerungen von Sportminister Suat Kilic nicht unbedingt gestiegen.

In Frankreich sind die Pläne für ein Comeback in der Saison 2013 nach einem ausgebliebenen Antrag ebenfalls so gut wie vom Tisch. In der vergangenen Woche wurden dann Stimmen laut, wonach es in Spielberg zu einer Wiederauferstehung des Grand Prix von Österreich kommen könnte.

Weltmeister Sebastian Vettel hält den Red-Bull-Ring für "absolut tauglich" und Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko erinnerte am vergangenen Wochenende mit Bezug auf die treibende Kraft hinter der Wiederbelebung des ehemaligen A1-Rings in der Steiermark: "Man soll niemals nie sagen bei Mateschitz. Schauen wir mal, wie sich das dort entwickelt."

Marko offenbarte bei dieser Gelegenheit jedoch auch, dass in Zusammenhang mit einem Grand Prix stets die Frage nach "Kosten und Antrittsgeldern in Höhe von 20 bis 30 Millionen Dollar" zu bedenken sei und fragte: "Woher soll das kommen?". Zumindest die Namensrechte am Titel "Großer Preis von Österreich" hat sich die Formel 1 am 8. Januar 2012 vorsorglich schon einmal gesichert.

Dennoch dürften die Chancen auf ein Comeback der Königsklasse in Spielberg eher gering sein. Gemäß behördlicher Vorschriften, die vor allem das Thema Lärmschutz betreffen, ist ein Formel-1-Rennen am Red-Bull-Ring Stand heute schlichtweg unmöglich. Die auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs gastierenden Rennserien DTM, GT-Masters und Formel 3 dürfen nur aufgrund entsprechender Ausnahmegenehmigungen fahren.

Ein weiterer Punkt, der einem Comeback des Grand Prix von Österreich im Wege steht, ist die begrenzte Anzahl von Zuschauertribünen am Red-Bull-Ring und vor allem die Tatsache, dass eine Aufstockung nicht so ohne weiteres möglich ist. Erst vor Jahren hatten Anwohner das ursprünglich von Mateschitz in einem deutlich größeren Umfang vorgesehene Projekt Spielberg zu Fall gebracht. Es darf bezweifelt werden, dass sich an dieser Einstellung etwas geändert hat.

Abgesehen von den Entwicklungen in der Türkei, in Frankreich und in Österreich steht ohnehin nicht fest, ob die Formel 1 am 21. Juli 2013 überhaupt ein Rennen austrägt oder ob man es im kommenden Jahr doch bei den derzeit fixierten 19 WM-Läufen belässt.

Fotoquelle: GEPA



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