Formel 1 2012

— 10.12.2012

Newey sieht 2013 kaum Spielraum für Steigerungen

Adrian Newey sieht wegen der konstanten Reglen kaum Spielraum für Verbesserungen der Autos und rechnet auch weiterhin mit einem dichten Wettbewerb





Der kurze Urlaub nach dem Saisonfinale in Brasilien ist bei den meisten Formel-1-Teams schon wieder vorbei. In den Fabriken läuft die Entwicklung der Fahrzeuge für das kommende Jahr auf Hochtouren. Da sich die Reglen im Vergleich zu dieser Saison 2013 kaum ändern, werden die Ingenieure beim Entwurf der neuen Boliden nicht vor große Rätsel gestellt, sondern können das diesjährige Auto als Basis verwenden.

Das relativ konstante Regelwerk hat jedoch auch einen Nachteil, denn den Ingenieuren bleibt kaum noch Spielraum für neue Entwicklungen. Daher erwartet Adrian Newey bei den neuen Autos auch keine große Steigerung der Fahrzeugleistungen: "Es wird zunehmend schwierig, denn im Vergleich zu diesem Jahr ändern sich die Reglen kaum, und es wird die fünfte Saison seit den Regeländerungen im Jahr 2009 sein", sagt Newey zu 'Autosport'.

Im Laufe der Jahre wurden die Autos im Rahmen der Regeln immer weiter perfektioniert. Daher wird auch der RB9 kein Neuentwurf sein, sondern lediglich eine Weiterentwicklung des erfolgreichen RB8: "Es wird keine Überraschungen geben, das nächstjährige Auto wird eine Weiterentwicklung des diesjährigen sein", erklärt Newey.

Der Technische Direktor von Red Bull sieht die Konstanz im Regelwerk auch als Ursache für die immer höhere Leistungsdichte in der Formel 1: "Das Feld rückt zusammen. An der Tatsache, dass wir in diesem Jahr acht verschiedene Sieger hatten, kann man sehen, wie groß die Konkurrenz ist", sagt Newey. Dadurch entscheiden oft Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. "Diese Saison hat gezeigt, wie kritisch es derzeit ist. Bei jedem Rennen gibt es viele Variablen, die das Kräfteverhältnis der Autos untereinander verschieben können."

"Manchmal kommt ein bestimmtes Strecken-Layout und eine bestimmte Temperatur einem Auto mehr entgegen als seinen unmittelbaren Rivalen", so Newey. "Beispielsweise ob es sich um eine Strecke mit vielen schnellen Kurven wie Silverstone oder einen Kurs mit langsamen Kurven wie Abu Dhabi handelt." Daher glaubt der Brite nicht daran, dass sich eine Dominanz eines Teams, wie es 2011 bei Red Bull der Fall war, im kommenden Jahr wiederholen wird: "Wegen dieser Faktoren wird es schwieriger für ein Team zu dominieren."

Obwohl sich der Wettlauf bei der Weiterentwicklung in diesem Winter auf Details konzentriert, hat Newey die Freude daran noch nicht verloren: "Das Tolle am Motorsport und insbesondere an der Formel 1 ist die Tatsache, dass wir zwar wissen, was wir während des Winters erreichen wollen, aber keine Ahnung haben, was die anderen vorhaben", so der Brite.

Fotoquelle: xpbimages.com



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