Formel 1 2012

— 12.12.2012

Spielberg-Gerüchte: Ecclestone weiß von nichts

Bernie Ecclestone wundert sich über die vielen Gerüchte rund um ein mögliches Formel-1-Rennen in Spielberg - der Bürgermeister gibt sich positiv



Die USA sind es nicht, wird es vielleicht Frankreich? Die Türkei? Oder doch Österreich? Gibt es nur 19 oder doch 20 Formel-1-Rennen? Und was passiert am 21. Juli 2013, wo im vorläufigen Grand-Prix-Kalender noch eine Lücke klafft? Kurz vor Weihnachten gibt es jede Menge Klärungsbedarf für Bernie Ecclestone und Co. Vor allem die Diskussion um einen plötzlich wieder möglichen Grand Prix von Österreich erhitzt seit einigen Tagen die Gemüter vieler Fans, Politiker - und auch der Anrainer in der so malerischen Steiermark.

Red-Bull-Motorsport-Konsulent Helmut Marko hatte zuletzt kräftig Öl ins Feuer gegossen, als er anmerkte, dass der Red-Bull-Ring in Spielberg nach wie vor eine Formel-1-Lizenz besitze. Trotz des vor einigen Jahren erfolgten Umbaus sei die Situation der Infrastruktur rund um die Strecke bekannt, die Möglichkeiten der Finanzierung eines Comeback-Rennens eher weniger. Für die motorsport-kritische Fraktion der Anrainer um Ombudsmann Karl Arbesser erscheint eine Formel-1-Rückkehr an den ehemaligen A1-Ring aus den weithin bekannten Gründen unrealistisch.

Doch angesichts der sich vehement drehenden Gerüchtelage meldet sich nun fast gezwungenermaßen auch die Lokalpolitik zu Wort. Er wisse von der ganzen Diskussion "nur aus der Zeitung", erklärt Spielbergs Bürgermeister Kurt Binderbauer gegenüber der 'Presse'. Immerhin gibt sich der langjährige SPÖ-Politiker in Bezug auf ein mögliches Formel-1-Rennen positiv: "Aber wenn sie mich schon so direkt fragen, für den Tourismus wäre es super. Der Red-Bull-Ring ist jetzt schon ein enormer Vorteil für die ganze Region."

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hatte den Kurs nach jahrelangem Hick-Hack umbauen lassen und im Mai 2011 wiedereröffnet. Im Vorjahr gastierte die DTM in Spielberg, die laut Arbesser zumindest an einer Messstelle um sechs Dezibel zu laut war. Bürgermeister Binderbauer denkt jedoch eher an die "weltweite Aufmerksamkeit" für das so beschauliche Spielberg und hat von den schnellen Protesten der Arbesser-Fraktion noch nichts gehört: "Ich will abwarten", unterstreicht Binderbauer und betont: "Ich glaube ohnehin nur das, was ich sehe."

Entscheidend in der Causa Spielberg und dem möglichen Datum 21. Juli 2013 ist vor allem die Meinung von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone, der sich jedoch bedeckt hält. Gegenüber der 'Kleinen Zeitung' versichert der 82-Jährige, dass er "bis heute mit keinem Menschen darüber gesprochen" habe - auch nicht mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Zudem, so Ecclestone, sei die vorhandene Infrastruktur rund um Spielberg "nicht mehr passend" für die aktuelle Formel 1.

Der Brite scheint für den noch fehlenden Grand Prix 2013 demnach auf eine ganz andere Karte zu setzen: "Momentan denke ich eher an die Türkei, an eine Rückkehr nach Istanbul." Doch auch für den Fall, dass dieses Vorhaben scheitern könnte, sieht er - trotz aller vertraglichen Themen - "kein größeres Problem", wenn es 2013 nur 19 Formel-1-Rennen geben sollte. Also weder die Türkei noch Österreich. Schon "Anfang der nächsten Woche" hofft Ecclestone auf eine endgültige Entscheidung.

Fotoquelle: xpbimages.com

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