Formel 1 2012

— 24.12.2012

De la Rosa: "Alonso hätte den Titel mehr verdient"

Pedro de la Rosa ist der Ansicht, dass Fernando Alonso in diesem Jahr einen besseren Job gemacht hat als Sebastian Vettel - "Er hatte unterlegenes Material"





Der Titelkampf war in diesem Jahr so offen wie lange nicht mehr. Bis zur Saisonhälfte war kein klares Kräfteverhältnis in der Formel 1 erkennbar, die Teams hatten immense Probleme damit, die Pirelli-Reifen in den Griff zu bekommen, da sie stets sehr empfindlich auf unterschiedliche Strecken- und Temperaturverhältnisse reagierten.

Zur Mitte der Saison sprach vieles dafür, dass Fernando Alonso seinen dritten WM-Titel, seinen ersten in Diensten Ferraris einfahren würde: Der Spanier triumphiert beim Heimrennen in Valencia und überquerte auch rund vier Wochen später in Hockenheim als Erster die Ziellinie. Der Vorsprung in der Fahrer-WM wuchs damit auf zwischenzeitlich 40 Punkte an, auch weil Alonso im Gegensatz zur Konkurrenz keine Fehler machte und regelmäßig in die Punkte fuhr.

Bei den Überseerennen in Asien sollte sich die Situation jedoch dramatisch ändern: Sebastian Vettel gewann ab Singapur vier Rennen in Folge und egalisierte die Überlegenheit Alonsos, auch weil dieser in Suzuka durch eine Kollision eine Nullnummer zu verzeichnen hatte während Vettel triumphierte.

Letztendlich war es dann Vettel, der seinen Titel verteidigen konnte und zum dritten Mal Weltmeister wurde, auch weil es Ferrari im Gegensatz zu Red Bull ein wenig verschlief, signifikante Updates einzuführen; Alonso saß im schwächeren Auto, konnte keinen weiteren Triumph erzielen.

Alonsos Leistung wegen Unterlegenheit höher einzuschätzen?

Dass der 31-Jährige trotz alle dem den WM-Kampf bis zum Finale in Brasilien mit guten Resultaten offen hielt - Alonso erkämpfte sich in der entscheidenden Phase der WM immer wieder zweite und dritte Plätze - lässt Landsmann Pedro de la Rosa zum Schluss kommen, dass er 2012 im Vergleich zu Vettel der bessere Fahrer war.

"Ich denke, dass Fernando den Titel mehr verdient gehabt hätte weil seine Leistung im WM-Kampf mit unterlegenem Material denke ich höher einzuschätzen ist", so de la Rosa im Gespräch mit der spanischen Zeitung 'Marca'. "Letztes Jahr war denke ich Vettel allen überlegen und wir müssen anerkennen, dass er ein großartiger Fahrer ist, der es versteht, zu gewinnen. Er ist ein sehr harter Gegner. Egal ob mit einem besseren oder schlechteren Auto: Er weiß, wie man kämpft."

De la Rosa: "McLaren hatte das beste Auto"

De la Rosa, der nach einer Saison beim inzwischen Pleite gegangenen HRT für 2013 derzeit ohne Cockpit dasteht, hält des weiteren auch den Red Bull nicht für das beste Auto des Jahres, vielmehr sei McLaren in seinen Augen vom Prinzip her besser gewesen.

"Ihr Auto war unglaublich schnell, sie hätten Weltmeister werden müssen", so der langjährige McLaren-Testfahrer, der die vielen technischen Defekte im Laufe der Saison für verpasste Chancen im WM-Kampf verantwortlich macht: "Die Zuverlässigkeit hat sie im Stich gelassen."

Fotoquelle: HRT

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