Formel 1 2012

— 28.12.2012

Neuer Negativrekord: Heimrennen-Quote 2013 so gering wie nie

Die Formel 1 trägt 2013 nur noch fünf Heimrennen aus, noch nie gab es weniger - Besonders bitter ist die Quote in Asien: acht Rennen, kein einheimischer Fahrer



Die Formel 1 ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt - zumindest in Sachen Heimrennen. Noch nie gab es im Kalender weniger Grand Prix mit einem einheimischen Fahrer als 2013. Nur bei fünf von bisher bestätigten 19 Rennen dürfen die Zuschauer mit einem ihrer Piloten jubeln.

In diesen Genuss kommen 2013 nur noch Australien (Mark Webber und Daniel Ricciardo), Brasilien (Felipe Massa), Spanien (Fernando Alonso), Großbritannien (Lewis Hamilton, Jenson Button, Paul di Resta und Max Chilton) sowie Deutschland. Zwar steht der Veranstaltungsort des Deutschland-Grand-Prix noch nicht fest, doch Besucher können sich schon über mindestens vier Lokalmatadoren freuen: Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Timo Glock sind nach derzeitigem Stand fest eingeplant, mit Adrian Sutil könnte ein fünfter Deutscher noch hinzukommen.

Überraschend ist, dass der komplette asiatische Raum keinen Formel-1-Piloten mehr umfasst, obwohl sich die Königsklasse immer weiter von Europa in Richtung Asien bewegt. Nach dem vermutlichen Abgang von Kamui Kobayashi und Narain Karthikeyan müssen auch Japan und Indien in der kommenden Saison ohne eigenen Helden auskommen.

Ob sich dies auf den Ticketverkauf auswirken wird, bleibt abzuwarten. Vermutlich könnte zumindest Indien das gleiche Schicksal blühen, wie beispielsweise Südkorea, China oder der Türkei: leere Tribünen, die mit bunter Werbung kaschiert werden. In Japan scheint die Formel 1 hingegen etabliert, auch wenn die frenetischen Fans auf eine erneute einheimische Glanzleistung, wie sie beispielsweise Kobayashi in diesem Jahr gezeigt hat, wohl verzichten müssen.

Obwohl noch nicht alle Eventualitäten feststehen, ist keine Verbesserung mehr in Sicht: Die als 20. Rennen gehandelten Türkei und Österreich würden zumindest fahrertechnisch keinen neuen Heimpiloten bescheren, und auch die zwei noch zu vergebenden Cockpits liefern wohl keine Neuerungen. Kleine Hoffnungen macht sich neben Kobayashi höchstens noch Davide Valsecchi, der zumindest wieder einen italienischen Piloten in das Feld bringen würde. Doch beide Varianten erscheinen derzeit völlig unwahrscheinlich.

Kurios: Selbst im Geburtsjahr der Formel 1, 1950, gab es mehr Heimrennen als 2013, obwohl nur sechs Grand Prix ausgetragen wurden. Allerdings ging in jedem Rennen damals auch ein einheimischer Sportler an den Start. Der bisherige Negativrekord wurde in der Saison 1966 erzielt, als ebenfalls nur fünf Rennen vor Heimpublikum ausgefahren wurden. Mit nur neun Grands Prix in dieser Saison (55,56 Prozent) lag die Quote der stattgefundenen Heimrennen allerdings deutlich höher als im kommenden Jahr, in dem wahrscheinlich nur jeder vierte Grand Prix einen Lokalmatador vorzuweisen hat.

Fotoquelle: Red Bull

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