Formel 1 2012: Technik

Formel 1 (2012): Höckernasen

— 07.02.2012

Schräge Optik in der F1

Am Look der 2012er Formel-1-Renner scheiden sich die Geister. Die neue Hässlichkeit diktiert allerdings kein Technikchef – sondern ein neuer Artikel im Reglement.

Die Berichterstattung über die neuen Formel-1-Renner der Saison 2012 geht kaum ohne das hässliche Wort "Höckernase" über die Bühne. Schuld daran ist Artikel 3.7.9 im Technischen Reglement der Königsklasse: Dort steht, dass alle Karosserieteile ab einem bestimmten Punkt nicht höher als 550 Millimeter liegen dürfen. Das wäre an sich kein Problem. Im Gegenteil: Es soll der Sicherheit der Fahrer dienen. Rückblick: Beim Finale 2010 in Abu Dhabi krachte Vitantonio Liuzzi mit seinem Force India in den Mercedes von Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister hatte sich gedreht und war entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen gekommen. Schumacher hatte damals riesiges Glück, dass ihn die Wagenspitze Liuzzis nur knapp verfehlte. Mit den nun tiefergelegten Nasen soll vergleichbaren Unfällen vorgebeugt werden.

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Spott aus dem Netz: Die Facebook-Gemeinde verglich den neuen Caterham-Renner mit einem Schnabeltier.

Aus Sicht der Designer ist nun aber ein neues Problem aufgetaucht: Die Chassis-Höhe wurde nicht entsprechend abgesenkt, an der Übergangsstelle auf Höhe der Vorderachse beträgt sie im Durchschnitt 595 Millimeter. Um die 40 Millimeter Differenz auszugleichen, entschieden sich einige Formel-1-Wagenbauer für einen mehr oder weniger massiven Höcker. Dieser verleiht den Autos ein gewöhnungsbedürftiges Aussehen. Vor allem der neue Ferrari F2012 fällt durch seinen massiven Knick auf. McLaren hat sich hingegen für einen geschwungenen Übergang entschieden. Aber ob Welle oder Delle: Geschwindigkeit schlägt Optik. Besonders in der Formel 1.

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