Formel 1-Saison 2012: Fahrer und Teams

Formel 1 2012: Vorschau Australien-GP

— 16.03.2012

Formel 1-Teamchefs: "Es wird enger"

Am 18. März 2012 startet die Formel 1 im australischen Melbourne in die neue Saison. Titelverteidiger Sebastian Vettel ist auch 2012 der große Favorit. Aber: Die Teamchefs sind sich einig, dass die Abstände enger werden.

(dpa/mw) Es wird enger an der Spitze der Formel 1. Darin sind sich einige Teamchefs vor dem Saisonstart am Wochenende in Melbourne einig. "Um ehrlich zu sein, sieht es am oberen Ende der Leistungstabelle ziemlich eng aus", sagte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Er denke nicht, "dass irgendein Team dominierend aussieht", meinte der Brite, dessen Rennstall als erster Verfolger von Titelverteidiger Red Bull und Doppelweltmeister Sebastian Vettel gilt. Die Testfahrten hätten gezeigt, "dass die Spitze sehr eng beisammen ist und dass auch der Vorsprung zum Mittelfeld kleiner geworden ist", pflichtete Rennstall-Besitzer und Teamchef Peter Sauber bei. Sein Sauber-Rennstall hatte mit guten Zeiten bei Testfahrten aufhorchen lassen.

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Auch Mercedes-Motorsport-Chef Nobert Haug (rechts) meint: "Der Titel führt über Sebastian."

Im Gegensatz zu HRT: Dessen Teamchef Luis Pérez-Sala rechnet derweil damit, dass die WM-Entscheidung erst in den letzten Rennen fällt. In der vergangenen Saison hatte Vettel den erneuten WM-Triumph bereits im 15. Rennen von 19 perfekt gemacht. "Ich denke nicht, dass sie so dominieren werden wie im vergangenen Jahr. Die Dinge werden in dieser Saison ausgeglichener sein", meinte der ehemalige Formel 1-Pilot Pérez-Sala zur bisherigen Red-Bull-Vorherrschaft. Franz Tost vom Toro-Rosso-Team setzt dagegen nicht ganz überraschend auf die Fortsetzung der österreichisch-deutschen Formel 1-Festspiele. "Red Bull und Vettel werden auch in diesem Jahr wieder vorne stehen", meinte der Teamchef des Zweitrennstalls von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz. Auch Tony Fernandes von Caterham ist der Meinung, dass es zwar eigentlich zu früh für Vorhersagen sei, aber alle Punkte für Red Bull sprechen würden.

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"Sebastian ist ein sehr guter Fahrer und ich denke, dass er alles versuchen wird, um wieder zu dominieren", meinte Eric Boullier vom ebenfalls ambitionierten Lotus-Team mit Rückkehrer und Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen. Wie groß die Chancen unter anderem des finnischen Champions von 2007, des McLaren-Duos Jenson Button/Lewis Hamilton, des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso im Ferrari oder gar den Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg ist, mag kaum jemand wirklich zu prophezeien, bevor das erste Mal die roten Ampeln ausgehen. "Prognosen, was Formel 1-Ergebnisse angeht, stimmen oft nicht", betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Aber klar ist: Sebastian wird gut gerüstet sein und der Weg zum Titel über ihn führen."

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Enttäuschende Testfahrten haben die Vorfreude der Ferrari-Fahrer auf den Saisonauftakt in Melbourne nicht getrübt. Von der Metropole sind Fernando Alonso und Felipe Massa begeistert – auch wenn beide mit einer langen Anreise und der Zeitumstellung zu kämpfen haben: "Die Atmosphäre ist eine besondere. Die Stadt ist entspannt, die Australier scheinen ein gutes Rezept für das eigene Leben gefunden zu haben", lobt Alonso das Land "Down Under". Aber Melbourne ist für den Formel-1-Zirkus jedes Jahr eine Odyssee. Von seiner Heimat Sao Paulo aus ging es für den Brasilianer Massa "zuerst nach Santiago in Chile, dann weiter nach Auckland in Neuseeland und von dort aus nach Australien", so der 30-Jährige. Oben in der Bildergalerie stellen wir Ihnen das Fahrerfeld kurz vor.

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