Formel 1 2013

— 07.01.2013

Lotus will die ganz Großen ärgern

Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez glaubt für die neue Saison an einen weiteren Fortschritt und setzt große Hoffnungen in Romain Grosjean





Die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 2012 schloss Lotus auf Platz vier ab, womit man das im Vorfeld der Saison gesteckte Ziel erreichte. Auf McLaren fehlten unterm Strich 75 Punkte, was zumindest teilweise der "Verdienst" von Romain Grosjean ist. Der Franzose holte am Steuer des E20 weniger als die Hälfte der Punkte von Teamkollege Kimi Räikkönen (96 gegenüber 207) und musste beim Grand Prix von Italien zuschauen.

Dennoch hielt Lotus auch für die am 17. März in Melbourne beginnende Saison 2013 an Grosjean, dessen Speed außer Frage steht, fest. Geht es nach Teambesitzer Gerard Lopez, dann wird das in Enstone beheimatete Team nach Ablauf der bevorstehenden Saison weiter vorn als auf Platz vier zu finden sein.

"Die Qualität der Fahrer, das Tempo von Grosjean, die schnell voranschreitende Entwicklung und die Tatsache, dass wir im zweiten Jahr hintereinander ein wettbewerbsfähiges Auto gebaut haben - wenn wir diese vier Dinge optimieren können, dann werden wir bei 100 Prozent sein", urteilt Lopez vier Wochen vor den ersten Testfahrten der neuen Saison gegenüber 'Gazzetta dello Sport'.

Räikkönen hat die Balance gefunden

Mit Lotus-Aushängeschild Räikkönen, der seine Comeback-Saison auf Anhieb auf Platz drei und somit vor den beiden McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button beendete, ist der Genii-Eigner besonders zufrieden. "Räikkönen arbeitete hart und erntete die Früchte dafür. Er hat bei uns das Gefühl, dass er für die wichtigen Dinge herangezogen wird. Der Rest seiner Zeit ist Freizeit", sagt Lopez, der beim "Iceman" die entsprechende Balance ortet und klarstellt: "Ich will Fahrer, keine Roboter."

Wenn der 2013er-Bolide ein ähnlich guter Wurf wird wie der E20, dann wird mit Räikkönen auch im neuen Rennjahr zu rechnen sein. Neben dem Finnen setzt Teambesitzer Lopez im zweiten Jahr aber auch in Grosjean große Hoffnungen. Mit der Rennsperre für seinen Landsmann ist der Franzose nach wie vor nicht ganz einverstanden. "Es gab andere Fahrer, die mehr Verwarnungen auf dem Kerbholz hatten als er, doch er zahlte den Preis dafür. Abgesehen davon zeigte er, dass er schnell ist. Ich erwarte in diesem Jahr eine Menge von ihm", so Lopez.

Fotoquelle: xpbimages.com



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