Formel 1 2013

— 09.01.2013

Perez fordert Teamkollege Button heraus: "Will ihn schlagen"

Bei seinem Antrittsbesuch in Woking zeigt sich der 22-Jährige fasziniert vom geschichtsträchtigen Flair: "Ganzes Team arbeitet für den WM-Titel"





Es ist einige Jahre her, dass bei den etablierten Topteams ein unverbrauchter Fahrer ein Cockpit erhalten hat. McLaren bricht 2013 mit der Verpflichtung Sergio Perez' das Eis und hat sich einen Mann geangelt, dessen Ansprüche offenbar ebenso hoch sind wie die der Traditionsmannschaft aus Woking. Bei seinem Antrittsbesuch im Technology Centre der "Chrompfeile" jedenfalls hält Perez nicht damit hinter dem Berg, dass er sich zum Formel-1-Weltmeister küren will. Und das in nicht allzu ferner Zukunft.

Der selbstbewusste Mexikaner unterstreicht seine Ambitionen im Gespräch mit 'Sky Sports F1': "Wer zu McLaren kommt, für den muss es das Ziel sein, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, sonst sollte man nicht wechseln", befindet Perez. Er hat schon nach wenigen Stunden an seinem neuen Arbeitsplatz erkannt, welcher Geist im Team um Martin Whitmarsh herrscht, in dessen Annalen zwölf Fahrer- und acht Konstrukteurstitel stehen: "Dafür arbeitet jeder und auch ich komme deshalb."

Es sei ein ganz besonderes Flair, das die heiligen Hallen McLarens umgebe. Die Tradition der Legenden am Steuer - von Alain Prost über Ayrton Senna bis Niki Lauda - sei spürbar. "Sobald man durch diese Türen geht, sieht man diese großartigen Autos und es gibt so viel Geschichte. Das fühlt sich fantastisch an", frohlockt Perez und sieht Kindheitswünsche Realität werden. "Für dieses Team zu fahren ist ein Traum, der wahr wird." Der 22-Jährige glaubt auch an eigene Fortschritte in neuer Umgebung.

"Es hilft mir in vielen Bereich, mich zu verbessern", so Perez, dem sein neuer Chef Whitmarsh drastische Veränderungen im Alltag prophezeit hatte. Der McLaren-Neuling beteuert, stets alles für das Team geben zu wollen. Dass darunter ausgerechnet dessen wichtigster Angestellter zu leiden haben könnte, ist Perez durchaus bewusst. Nicht nur bezüglich seiner eigenen Ziele, auch auf das Stallduell mit Jenson Button angesprochen demonstriert der kleingewachsene Perez eine fast schon übermäßig breite Brust.

Mittelamerikanischer Stolz mischt sich mit Bewunderung, wenn der Ex-Sauber-Star sagt: "Jenson ist ein sehr schneller Fahrer, einer der besten der Welt." Ein junger Fahrer zollt seinem älteren Kollegen Respekt, aber verfällt nicht in Schockstarre vor Ehrfurcht: "Er ist garantiert schnell. Ich muss mein eigenes Ding machen, aber ich werde mit Jenson arbeiten können. Ich kann von ihm einiges lernen, will ihn aber gleichzeitig schlagen." Zwei Konkurrenten in der gleichen Box - auch das hat Tradition in Woking.

Fotoquelle: McLaren



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