Formel 1 2013

— 22.01.2013

Massa: "Das Maximalziel ist die Meisterschaft"

Felipe Massa stellt sich den Fragen seiner Fans und spricht über sportliche Ziele, private Hobbys und verrät, gegen welche Piloten er gerne einmal gefahren wäre



Nachdem Ferrari in der vergangenen Woche mit der Wrooom-Veranstaltung in Madonna di Campiglio das Motorsportjahr 2013 offiziell eröffnet hatte, verbleiben Felipe Massa nun noch zwei vergleichsweise ruhigere Wochen, bevor am 5. Februar mit den Testfahrten in Jerez der Rennbetrieb wieder aufgenommen wird. Die Zeit nutzte der Ferrari-Pilot, um sich in einem Video-Chat den Fragen seiner Fans zu stellen. Dabei spielten naturgemäß die sportlichen Ziele in der Saison 2013 eine wichtige Rolle.

Nach seinem Aufschwung in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison geht Massa das neue Rennjahr selbstbewusst an und sagt: "Das Maximalziel wäre, die Meisterschaft zu gewinnen. Darauf arbeite ich hin, an etwas anderes darfst du gar nicht denken. Jeder beginnt die Saison mit null Punkten. Du musst dir immer höchstmögliche Ziele setzen. Das ist meine persönliche Einstellung, aber auch die von Ferrari."

Um dieses Ziel zu erreichen, muss Massa zunächst einmal einen eigenen Teamkollegen schlagen. Während der drei gemeinsamen Jahre bei Ferrari spricht die Bilanz bisher jedoch pro Fernando Alonso , was für Massa jedoch ein Ansporn ist. "So lange dein Teamkollege vor dir fährt, bist du nie zum 100 Prozent zufrieden. Wenn du einen starken Teamkollegen hast, kannst du viel von ihm lernen und wirst dadurch selbst auch besser", sagt der Brasilianer.

"Ich hatte eine fantastische Karriere"

Das ist für Massa jedoch keine neue Situation, sondern seit seinem Wechsel zu Ferrari im Jahr 2006 Dauerzustand - und darüber hinaus etwas für ihn Selbstverständliches: "In einem Spitzenteam wirst du immer einen starken Teamkollegen haben. Das war in all meinen Jahren bei Ferrari der Fall. Ich hatte mit Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Fernando großartige Fahrer als Teamkollegen."

Auf die Frage, ob er etwas anders machen würde, wenn er seine Karriere noch einmal von vorne beginnen könnte, antwortet Massa. "Ich denke nicht, dass ich etwas anders machen würde. Ich hatte eine fantastische Karriere. Ich wurde zwar bisher noch nicht Weltmeister, habe aber vor der Formel 1 viele Meisterschaften gewonnen. In der Formel 1 habe ich viele Rennen gewonnen und um die Meisterschaft gekämpft. Ich werde alles daran setzen, dass mir das noch einmal gelingt."

"Sowohl in den guten als auch in den schlechten Zeiten habe ich in der Formel 1 viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt", so Massa. Obwohl er in der Formel 1 Höhen und Tiefen erlebt hat und 2008 in Sao Paulo erleben musste, wie ihm der fast schon sicher geglaubte WM-Titel durch die Finger glitt, blickt er ohne Bitterkeit auf seine bisherige Karriere zurück. "Ich bin nicht frustriert über meiner Situation, sondern stolz auf das, was ich erreicht habe. Aber natürlich will man immer mehr, und da mache ich keine Ausnahme."

Die Situation von Timo Glock und dessen Vertragsauflösung bei Marussia wollte Massa nicht kommentieren: "Es ist schwierig, sich über einen anderen Fahrer und ein anderes Team zu äußern. Ich kenne die Situation dort nicht. Wer auch immer diese Entscheidung getroffen hat, ob er oder das Team: Sie werden ihre Gründe dafür haben. Vielleicht spielen wirtschaftliche Faktoren eine Rolle", schätzt Massa die Lage zutreffend ein. "Heutzutage ist es nun einmal so, dass Fahrer, die in die Formel 1 kommen wollen, Sponsoren benötigen. Für die Formel 1 ist das keine gute Sache", übt der Brasilianer Kritik an der derzeitigen Situation.

Sport spielt in Massas Leben eine große Rolle

Auch abseits des Motorsports hat Massa nach eigener Einschätzung einige Talente. Eines gehört jedoch nicht dazu: "Kochen auf jeden Fall nicht! Dafür kann ich aber umso besser essen (lacht, Anm. d. Red.). In seiner Freizeit spielt Sport für Massa eine große Rolle. "Ich spiele sehr gerne Fußball, allerdings nur zum Spaß. Ich fahre auch sehr gerne Kart und betreibe andere Sportarten wie Tennis oder Wasserski. Selbst das 'normale' Skifahren im Schnee macht mir mittlerweile Spaß."

Tatoos verzieren Massas Körper nicht, wenngleich er schon einmal darüber nachgedacht hat: "Mir gefallen Tatoos, aber bisher habe ich mich noch nicht getraut, weil ich immer befürchte, dass es mir nach ein paar Jahren nicht mehr gefällt. Ich müsste mir schon hundertprozentig sicher sein, bevor ich mir eins stechen lassen würde", so der Brasilianer.

Auf die Frage, gegen welchen Fahrer aus der Vergangenheit er gerne fahren würde, sagt der 31-Jährige: "Es gibt viele große Fahrer, gegen die ich gerne einmal gefahren wäre. Der erste, der mir in den Sinn kommt, ist Ayrton Senna. Er war ein unglaublich beeindruckender Fahrer. Dann vielleicht auch Nigel Mansell. Seine Rennen anzusehen, macht eine Menge Spaß. Gilles Villeneuve würde ebenfalls dazugehören. Er hatte einen völlig anderen Fahrstil, der allen Motorsportfans gefallen hat."

Fotoquelle: Ferrari

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