Formel 1 2013

— 23.01.2013

Nach Zahlenleck: Probleme für Melbourne?

57 Millionen Dollar Verlust: Melbourne möchte den Vertrag nur zu besseren Konditionen verlängern - Wird das Auftauchen der Gebührenhöhe zum Stolperstein?





Nachdem australische Medien gestern veröffentlichten, dass Bernie Ecclestone für den Australien-Grand-Prix jährlich über 30 Millionen US-Dollar mit steigender Tendenz veranschlagt, halten sich die Verantwortlichen weiter bedeckt. Die Ministerin für Großevents, Louise Asher, wollte die aufgedeckten Zahlen ebenfalls weder bestätigen noch dementieren: "Unglücklicherweise kann ich über den Wahrheitsgehalt der Zahlen nichts sagen", wird sie von der Zeitung 'The Age' zitiert. "Trotzdem gibt es seit 20 Jahren anhaltende Spekulationen rund um den Betrag."

Asher verneint, dass die Regierung Informationen an Journalisten herausgegeben habe, sieht durch die Veröffentlichung aber Probleme auf das Rennen im Albert Park zukommen: "Ich denke, dass es schwieriger wird, wenn wir mit Bernie Ecclestone verhandeln, denn der Vertrag enthält eine Klausel, dass die Lizenzgebühr nicht offengelegt werden darf."

Dementsprechend unsicher ist die Ministerin auch über eine Fortsetzung des Grand Prix ab 2016: "Ich habe keine Kristallkugel", gibt sich die Australierin vorsichtig. "Ich hoffe es gibt ein Rennen, denn der Event war für die Provinz Victoria immer bedeutend - andererseits müssen wir auch den Wert für die Steuerzahler berücksichtigen, und das ist dann ein Fall für die geschäftlichen Verhandlungen."

Regierung schießt 57 Millionen Dollar zu - für ein Jahr

Insgesamt soll das Rennen im Albert Park den Steuerzahler pro Jahr rund 57 Millionen US-Dollar (43 Millionen Euro) kosten, weswegen der Grand Prix in Australien seit Jahren umstritten ist. "Der Zuschuss der Steuerzahler ist zu groß", gibt Asher zu. Im letzten Finanzreport war zu lesen, dass den Einnahmen von 36 Millionen Dollar Ausgaben in Höhe von 93 Millionen Dollar entgegenstehen - ein Verlust von 57 Millionen Dollar, die zu Lasten der Steuerzahler gehen.

Doch diese Summen sind für die Regierung in Victoria alles andere als neu. Der damalige Oppositionsführer und heutige Ministerpräsident Ted Baillieu gab bereits im September 2010 zu bedenken: "Als die Defizitgrenze von 50 Millionen Dollar überschritten wurde, wurde eine Grenze überschritten, bei der wir uns echt Sorgen machen müssen. Wir müssen diese Zahlen aufbessern, wenn wir den Grand Prix in Victoria behalten möchten."

Louise Asher hat derweil signalisiert, dass man den Vertrag nur verlängern möchte, "wenn weniger Geld für Bernie enthalten ist - und mehr für unsere Steuerzahler". Zwar würden die Einwohner von Melbourne das Rennen weiterhin genießen, allerdings weiß sie auch, dass die Formel 1 nicht jedem gefällt: "Einige Leute lieben den Event, andere mögen die Formel 1 nicht. Ich verstehe das, aber die Regierung hat die Formel 1 zu Beginn unterstützt, weil man sich wirtschaftliche Vorteile durch Tourismus versprach." Gespräche über eine Verlängerung des bis 2015 laufenden Vertrages werden Ende des Jahres erwartet.

Fotoquelle: Caterham



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