Formel 1 2013

— 29.01.2013

Tausende Ideen, eine Kantine: So arbeitet Lotus

Das Whiteways Technical Centre setzt in der Formel 1 technische Maßstäbe, aber auch bei der Mitarbeitermotivation - Keine Auslagerung von Abteilungen





Wer sagt, dass nur McLaren mit einem Prachtbau protzen kann? Das Whiteways Technical Centre in Enstone ist die Heimat des Lotus-Teams und genau wie sein Gegenstück in Woking eine beeindruckende Technikkathedrale inmitten einer verschlafenen englischen Grafschaft. Die Architektur ist bewusst unauffällig gewählt, 500 Menschen arbeiten tagtäglich in dem Komplex in Oxfordshire. Gerard Lopez setzt auf Mitarbeitermotivation der besonderen Art, von der Putzfrau bis zum Chefdesigner.

Jeder Angestellte isst in der gleichen Kantine und kann 24 Stunden am Tag vom hauseigenen Fitnesscenter Gebrauch machen. Lotus will diese Privilegien nicht als Laissez-Faire-Mentalität verstanden wissen. Die Schwarz-Goldnen gehen mit dem Zeitgeist, haben 2011 ihren Windkanal auf den neuesten Stand gebracht, 2012 einen speziellen Fahrsimulator entworfen und werden für die Saison 2014 über die neuesten Prüfstände für die revolutionären Getriebe der Turbomotoren verfügen.

"Oft wird gesagt, dass Stillstand Rückschritt bedeute", erklärt James Allison. Der Technikchef besteht darauf, dass das noch mehr für die Infrastruktur als für die Autos selbst gilt. "Um den besten Wagen zu bauen, braucht es das beste Werkzeug", betont der Brite, der stolz auf Enstone ist. "Alles trägt dazu bei, das schnellste Auto auf die Strecke zu bringen. "Unser Windkanal-Update ermöglicht es, noch genauere Simulationen der Aerodynamik in noch kürzerer Zeit durchzuziehen."

Das so genannte 60-Prozent-Modell hat den Vorteil, bei der Verwendung größerer Modelle genauere Ergebnisse zu erhalten. Außerdem sind die Tests von Teilen möglich, die zuvor nicht für den Windkanal geeignet waren - das betrifft allen voran die Bremsen und die Felgenabdeckungen. Der neue Simulator ist bei der Entwicklung ebenfalls hilfreich. "Obwohl konventionelle Computer viel leisten, sind sie in ihrer Fähigkeit, neue Konzepte auf ihr Fahrverhalten zu überprüfen, limitiert", erklärt Allison.

Um auf die Regelnovelle 2014 vorbereitet zu sein, hat Lotus einen neuen Getriebeprüfstand angeschafft. "Was in den vergangenen sechs Jahren noch stabil war, muss komplett neu überdacht werden", warnt der Technikchef. Allison spricht von anderem Drehmoment und Drehzahlen sowie der Herausforderung, die neue Generation der Technik schnell und stabil zu machen. All das geschieht bei Lotus, denn Outsourcing ist in Enstone Fehlanzeige. Rohmaterial, Design, Produktion, Simulation - alles im Whiteways Centre.

Fotoquelle: Lotus



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