Formel 1 2013

— 31.01.2013

Razia kommt: Marussia mit zwei Rookies

Luiz Razia kommt statt Timo Glock: Nach Max Chilton holt Marussia einen zweiten GP2-Fahrer ohne Grand-Prix-Erfahrung, um finanziell überleben zu können





Die offizielle Bestätigung durch das Team steht zwar noch aus, aber die Entscheidung darüber, wer Timo Glocks Nachfolger bei Marussia wird, ist offenbar gefallen: Wie 'Globo Esporte' berichtet, soll Luiz Razia einen Vertrag als Grand-Prix-Pilot unterschrieben haben. Die brasilianische Internetseite bestätigt damit Gerüchte, die in Insiderkreisen schon seit einiger Zeit in Umlauf sind.

Razia wurde beim Formel-1-Einstieg des damals noch unter dem Namen Virgin antretenden Teams im Jahr 2010 als Testfahrer vorgestellt und durfte in jener Saison auch am Young-Driver-Test teilnehmen. 2011 wechselte er zu Lotus (heute Caterham), wo er ebenfalls den Young-Driver-Test bestritt und zudem beim Grand Prix von China zu einem unspektakulären Freitagseinsatz kam. Auch für Toro Rosso hat der Brasilianer bereits getestet. Für die Saison 2013 setzte er sich daher das Ziel, unbedingt ein Grand-Prix-Cockpit zu ergattern.

Dabei behilflich war eine große finanzielle Mitgift, auf die Marussia wegen der angespannten finanziellen Situation des Teams nicht verzichten konnte. Das Team einigte sich sogar auf eine Auflösung des (gut dotierten) Vertrags von Timo Glock, um Razia (und seine Sponsoren) aufnehmen zu können - Teamchef John Booth macht daraus nicht einmal ein Geheimnis. Hintergrund des immensen wirtschaftlichen Drucks ist, dass Marussia als einziges Team noch keinen Concorde-Deal mit Bernie Ecclestone hat und damit Stand jetzt auch nicht an den FOM-Geldern beteiligt wird.

Razia, 24 Jahre alt, begann seine professionelle Motorsport-Karriere 2005 in Südamerika. Nachdem er 2006 Südamerikanischer Formel-3-Meister wurde, wagte er den Sprung über den "Großen Teich". In Europa arbeitete er sich ohne nennenswerte Erfolge durch verschiedene Nachwuchsklassen, ehe er 2008 erstmals in der GP2 landete. Bis 2012 schaffte er in der Gesamtwertung nie einen Top-10-Platz, im vergangenen Jahr wurde er jedoch Vizemeister hinter Davide Valsecchi und vor seinem künftigen Teamkollegen Max Chilton.

Chilton und Razia zählen neben Pastor Maldonado (35 Millionen Euro pro Saison) zu den bestbezahlenden Paydrivern in der Formel 1. Chilton wurde von manchen Paddock-Quellen sogar eine Mitgift von bis zu 50 Millionen US-Dollar nachgesagt, dies gilt jedoch als unwahrscheinlich. Aber auch Razia dürfte mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag mitgebracht haben - sonst hätte Marussia Glock wohl kaum ausgekauft.

Fotoquelle: xpb.cc

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