Formel 1 2013

— 01.02.2013

Alonso: "Bei Ferrari herrscht bedingungsloses Vertrauen"

Während Fernando Alonso den Teamgeist bei Ferrari lobt, setzt Felipe Massa große Hoffnungen in den neuen F138 und will endlich wieder konstant schnell sein





Dieses Jahr nimmt Ferrari einen weiteren Anlauf auf den WM-Titel - noch ist allerdings unklar, ob der brandneue, heute in Maranello präsentierte F138 das Zeug dazu hat. Fakt ist, dass sich die "Scuderia" zum Ziel gesetzt hat, 2013 ohne Störungen in die Saison zu starten. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo man einen enormen Entwicklungsrückstand aufholen musste, will man dieses Jahr vom ersten Saisonrennen an konkurrenzfähig sein.

Der Grund ist klar: Dass sich die Spitzenpiloten dieses Jahr wie 2012 in den ersten Rennen Punkte wegnehmen und man sich daher eine Schwäche erlauben kann, gilt als unwahrscheinlich. Das weiß auch Fernando Alonso, der bei der Enthüllung des neuen Ferrari "nicht mit einer Wiederholung des Vorjahres und sieben Siegern in den ersten sieben Rennen" rechnet.

"Ich denke, dass das einmalig war - durch die Reglementänderungen", erklärt der Vizeweltmeister, dem der ganz große Triumph erst beim letzten Saisonrennen durch die Finger geglitten ist. "Dieses Jahr wird sich alles etwas stabilisieren", glaubt er. "Das hat sich schon am Ende der vergangenen Saison angedeutet, als die Topteams wieder die Nase vorne hatten. Ich glaube, dass 2013 zwei bis drei Teams alle Siege unter sich ausmachen werden. Das Ziel ist natürlich, dass wir eines dieser Teams sind."

Alonso: In Gedanken beim Jerez-Test

Bis Alonso aber ein Gefühl haben wird, ob der F138 ihm zum ersten Titel seit 2006 verhelfen kann, muss er sich noch gedulden, schließlich lässt er den ersten Wintertest des Jahres kommende Woche in Jerez aus, wo sich Felipe Massa und der neue Testpilot Pedro de la Rosa die Arbeit aufteilen werden.

In Gedanken wird der Spanier aber dennoch in Jerez sein, bestätigt er: "Ich werde die Tests mit großem Interesse verfolgen, und ich werde mir alle die Daten aus Jerez genau ansehen. In den vergangenen und in den kommenden Wochen werde ich mich auf die Vorbereitungen der Saison konzentrieren. Wir hatten im Dezember und im Januar - eigentlich bis vor einer Woche - viel zu tun. Daher werde ich mich nun etwas zurückziehen und vorbereiten, damit ich von Australien bis Brasilien 100 Prozent geben kann."

Abschließend lobt er noch den guten Teamgeist bei der "Scuderia", auf den er auch dieses Jahr bauen will: "Das Tolle an diesem Team ist, dass wir eine Einheit darstellen, wir vertrauen einander bedingungslos - das gilt auch für Pedro und Felipe. Wir sind ein großes Team, nicht nur eine Person." Dass Massa dieses Jahr in seine achte Ferrari-Saison gehen kann, schien allerdings vor einem halben Jahr noch fraglich. Der Brasilianer erlebte 2012 einen katastrophalen Saisonstart und steigerte sich erst in der zweiten Saisonhälfte.

Massa: Beide WM-Titel sollen nach Maranello kommen

Dass er immer noch für Ferrari ins Lenkrad greifen darf, bedeutet dem Vizeweltmeister 2008 viel: "Obwohl ich schon viele Jahre als Stammfahrer hier bin - und selbst davor hier war, denn ich war einer der ersten Fahrer, an den Ferrari sogar vor meiner Formel-1-Zeit geglaubt hat -, ist es mir eine große Ehre, jetzt in meine achte Saison mit Ferrari zu gehen."

Er hält große Stücke auf den neuen Ferrari: "Ich bin sehr froh, wenn ich dieses Auto ansehe. Ich denke, dass wir viele wichtige Dinge in Betracht gezogen haben, und ich hoffe, dass mein Gefühl zutrifft und wir viele Siege feiern und beide WM-Titel nach Maranello bringen werden. Das ist es, worauf wir uns konzentrieren."

Massa endlich wieder konstant?

Auch er selbst will diese Saison die Schwächen der Vergangenheit ausmerzen und über das gesamte Jahr hinweg Topleistungen bringen: "Ich habe jeden Tag trainiert, um mich auf 2013 vorzubereiten. In der zweiten Saisonhälfte des Vorjahres habe ich mich deutlich gesteigert - ich habe auch meine Konzentration verbessert. Jetzt beginnt die Saison 2013, und ich möchte so weitermachen und fokussiert bleiben."

Der Ferrari-Routinier sieht 2013 als neue Chance, um es seinen Kritikern zu beweisen, dass er durch den Unfall in Ungarn 2009 nichts von seiner Aggressivität und seiner Schnelligkeit eingebüßt hat: "Alle starten diese Weltmeisterschaft mit null Punkten, also werden wir versuchen, so viele Punkte wie möglich einzufahren und vom Anfang bis zum Ende konkurrenzfähig zu sein, nicht erst ab der Hälfte. Darauf konzentriere ich mich dieses Jahr."

Fotoquelle: xpbimages.com



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