Formel 1 2013

— 02.02.2013

Kaltenborn: "Es hat sich gar nicht so viel geändert"

Die Sauber-Teamchef will keine konkreten Ziele für 2013 ausgeben, sieht ihre Mannschaft aber auf einem guten Weg: "Klar ist, dass wir uns verbessern wollen"





Auf den ersten Blick ist bei Sauber vieles neu: Monisha Kaltenborn geht erstmals als Teamchefin in die Saison, mit Nico Hülkenberg, Esteban Gutierrez sowie Robin Frijns ist der Fahrerkader komplett erneuert worden und auch der C32 hat in in Dunkelgrau einen neuen Anstrich bekommen. Dennoch ist die Österreicherin davon überzeugt, dass in Hinwil die Kontinuität im Vordergrund steht. Im Interview erklärt sie, was sie von ihren beiden Piloten in der kommenden Formel-1-Saison erwartet.

Frage: "Monisha, was erwartest du für 2013?"
Monisha Kaltenborn: "Ich bin sehr gespannt, aber auch ein bisschen nervös. Es ist schon ein aufregender Moment, wenn das neue Auto, das wir in den Wintermonaten entwickelt haben, erstmals auf die Strecke geht. Wir messen uns dann erstmals mit der Konkurrenz."

Keine konkreten Ziele

"Diese Frage stellt sich jedes Jahr, und sie ist immer schwer zu beantworten. Was ich sagen kann ist, dass wir gut aufgestellt sind, dass wir das neue Auto rechtzeitig fertiggestellt haben, und dass wir die Performance-Ziele, die wir uns intern steckten, erreicht haben. Das stimmt uns zuversichtlich. Aber was das wirklich wert ist, wissen wir erst beim Saisonauftakt in Melbourne."

Frage: "Wie ist die Zielsetzung für die kommende Saison?"
Kaltenborn: "Wir haben uns im vergangenen Jahr eine gute Basis geschaffen. Darauf wollen wir aufbauen. Das Ziel klar und simpel: Wir wollen uns weiter verbessern. Der Schlüssel dazu ist das Auto und der Sauber C32 basiert auf seinem Vorgänger, der ein konkurrenzfähiges Auto war. Er hatte viele Stärken und einige wenige Schwächen. Der Job der Ingenieure war es, an diesen Vorzügen weiter zu arbeiten und die Mankos zu eliminieren. Ich bin zuversichtlich, dass das ganze Team einen guten Job gemacht hat."

Frage: "Was bedeutet das genau? Heißt das Platz fünf in der Konstrukteurs-WM?"
Kaltenborn: "Wir legen uns nicht auf eine einzelne Zahl fest, weil letztlich auch Faktoren eine Rolle spielen, die ausserhalb unseres Einflussbereichs liegen. Aber klar ist, dass wir uns verbessern wollen."

Hülkenberg soll Punktelieferant sein

Frage: "Was erwartest du von den beiden neuen Piloten?"
Kaltenborn: "Wir erwarten sehr viel und das wissen beide. Es sind zwei junge talentierte Fahrer. Wir haben Nico im vergangenen Jahr beobachtet und erlebt, wie schnell er sein kann. Er hat uns immer wieder beeindruckt, nicht nur durch seine Schnelligkeit, sondern vor allem auch durch seine Effizienz. Wenn er eine Chance hat, packt er sie beim Schopfe und bringt es nach Hause. Genau diese Effizienz wünschen wir uns auch in diesem Jahr."

"Und natürlich erwarten wir von ihm, dass er seine Erfahrung im technischen Bereich einbringt. Esteban kennen wir schon lange und haben unser Bestes getan, um ihm den Weg in die Formel 1 zu ebnen. Jetzt ist er reif für den letzten Schritt und ich bin zuversichtlich, dass er zum Erfolg des Teams beiträgt.Wir erwarten, dass er schnell lernt und sein grosses Talent in gute Resultate umsetzt. Ich bin überzeugt, dass wir eine starke Fahrerpaarung haben. Für Robin Frijns, unseren Test- und Ersatzfahrer, geht es ganz einfach darum, möglichst viel zu lernen."

Frage: "Erstmals gehst du in der Rolle der Teamchefin in eine neue Saison. Ist das etwas Besonderes?"
Kaltenborn: "Ja und nein. Auf der einen Seite hat sich für mich durch diesen Titel nicht viel verändert, weil ich ja vorher schon in vielen Dingen involviert war, wie zum Beispiel den Team Principal Meetings, an denen ich bereits seit geraumer Zeit teilnehme. Es ist ja nicht so viel dazugekommen."

Peter Sauber bleibt im Hintergrund

"Auf der andern Seite ist es dennoch etwas Spezielles, weil ich nun die gesamte Verantwortung trage. Das erzeugt natürlich einen gewissen zusätzlichen Druck. Der einzige große Unterschied ist, dass Peter mir über die Schulter schaut und das ist für uns beide eine interessante Perspektive. Ich glaube aber, dass ich ein bisschen mehr Druck habe als er."

Frage: "Wie wichtig sind Sponsoren und Partner in diesen schwierigen Zeiten?"
Kaltenborn: "Die Partner sind für uns extrem wichtig. Nicht nur für unser Team, sondern für alle. Ohne sie stünden wir heute nicht da, wo wir sind. Wenn ich die globale wirtschaftliche Situation betrachte, darf man solche Partnerschaften nicht als gegeben hinnehmen. Wir haben das Glück, engagierte und langfristige Partnerschaften zu haben und es ist ein Vergnügen, einen Hochtechnologie-Wettbewerb, aber auch unsere Erfolge und Emotionen mit ihnen zu teilen."

Fotoquelle: xpbimages.com



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