Formel 1 2013

— 02.02.2013

Chefdesigner Morris stellt sein "Baby" vor

Matt Morris spricht über den Sauber C32: Veränderungen im Detail und aggressive Optik sollten in diesem Jahr für weitere Erfolge sorgen





Von allen bisher vorgestellten Formel-1-Autos des Jahrgangs 2013 ist der Sauber C32 eine der optisch auffälligsten Erscheinungen. Nicht nur die Lackierung, sondern auch zahlreiche Einzelheiten unterscheiden sich optisch von denen des Vorjahresmodells - und dass, obwohl die Regeln nahezu konstant geblieben sind. "Die Regeln haben sich für 2013 kaum geändert. Aber wie man sieht, haben wir ein Auto entworfen, das sich optisch deutlich von dem des Vorjahres unterscheidet", sagt Chefdesigner Matt Morris nicht ohne Stolz.

Auffällig ist die Fahrzeugnase. "Eine der wesentlichsten Änderungen besteht darin, dass man nun eine Abdeckung verwenden darf, unter der man die Stufennase versteckt. Das war die spannende Frage bei allen Teams, ob das Auto eine Stufennase hat oder nicht", so Morris. Während die Stufe bei Lotus deutlich sichtbar ist und bei Ferrari, Force India und McLaren unter der Abdeckung verschwindet, wählte Sauber einen Mittelweg. Nur an den Seiten wurde das Profil hochgezogen, von vorne ist die Stufe weiter deutlich sichtbar. "Wir haben die Abdeckung dazu genutzt, die Aerodynamik zu verbessern", erklärt der Chefdesigner.

Eine weitere auffällige Neuerung sind die sehr schmalen Seitenkästen des C32. "Wir sind auf diese Idee gekommen, als Checo (Sergio Perez, Anm. d. Red.) seinen Unfall in Monaco hatte", sagt Morris. 2011 war Perez dort in der Hafenschikane seitlich hart eingeschlagen. "Als wird das Auto zurückbekamen, haben wir uns den Seitenkasten angesehen und dachten, das es auch auf diese Weise funktionieren könnte (lacht)", scherzt der Brite.

Radikaler Entwurf der Seitenkästen

Doch natürlich standen andere Erwägungen im Mittelpunkt: "Dort haben wir einen neuen Ansatz, ein anderes Design gewählt, von dem wir überzeugt sind, dass es eine gute Performance bringen wird. Unter der Karosserie eines Formel-1-Autos befinden sich unzählige Elektronik-Boxen, die alle unterzubringen, war eine große Herausforderung. Wir mussten gleichzeitig sicherstellen, dass wir die von der FIA vorgeschriebenen Crashtests bestehen", erklärt Morris.

Davon abgesehen trägt der C32 viele Gene seines Vorgängers, wie Morris bei einem Rundgang um seine Schöpfung beschreibt: "Der Frontflügel muss nun einen zusätzlichen Stabilitätstest bestehen muss. Wir haben daher viel Zeit dafür verwendet, die Struktur des Flügels zu verändern, sonst entspricht er im Wesentlichen der Version, die wir am Ende der vergangenen Saison verwendet haben. Die Weiterentwicklung des Frontflügels wird einer unserer Schwerpunkte bei den Wintertests sein."

Neues Aero-Paket für Barcelona-Test

"Wir werden in Barcelona ein völlig neues Aerodynamik-Paket testen und werden auf in Melbourne einige neue Teile einsetzen", blickt Morris voraus. "An der Vorderradaufhängung haben wir einige Änderungen vorgenommen, die das Auto vor allem beim Bremsen stabiler machen sollten. Bei der Bremse verwenden wir ein völlig neues System, welches wir im vergangenen Jahr entwickelt und getestet haben. Auch in die Verbesserung des Chassis haben wir viel Zeit investiert, hier ging es vor allem darum, das Gewicht weiter zu senken. Dort müssen wir einen Kompromiss zwischen Gewichtseinsparung und Sicherheit finden. Leider sieht man von außen nicht, wie viel Arbeit darin steckt."

"Die Nutzung des Auspuffs ist heutzutage ebenfalls ein wichtiger Faktor. Hier gibt es keine wesentlichen Unterschiede im Vergleich zum letzten Stand des Vorjahrs. Wir haben versucht, ihn weiter zu optimieren. An der Hinterradaufhängung haben wir ebenfalls nicht viel verändert. Es ging vor allem darum, den Übergang zwischen der Verkleidung und der Aufhängung zu optimieren, damit die Auspuffgase möglichst effizient Richtung Diffusor strömen können. Beim Heckflügel sind aktive Doppel-DRS wie die von Mercedes nicht mehr erlaubt, passive Systeme jedoch schon. Daher werden wir während der Wintertests auch an diesem Bereich arbeiten", schließt der Chefdesigner seinen Überblick ab.

Wie so oft war auch die Entwicklung des C32 ein Rennen gegen die Zeit. "Einige Komponenten wurden erst in letzter Minute fertig, aber wir haben es rechtzeitig geschafft", verrät Morris. Mit dem Ergebnis ist der Chefdesigner jedoch sehr zufrieden. "Das Auto sieht sehr aggressiv aus, und ich bin zuversichtlich, dass es auch auf der Strecke aggressiv sein wird."

Fotoquelle: Sauber



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