Formel 1 2013

— 06.02.2013

McLaren: Perez erlebt Kulturschock

McLaren-Neuling Sergio Perez zeigt sich nach seinem ersten McLaren-Test überrascht, wie stark er sich umgewöhnen muss, ist aber "glücklicher als erwartet"





Während McLaren am ersten Testtag in Jerez mit Jenson Button die Bestzeit aufstellte, aber wegen eines Benzinpumpendefekts nur auf 37 Runden kam, war das Bild am zweiten Tag konträr: Sergio Perez hatte keinerlei technische Probleme und absolvierte ganze 81 Runden. Er blieb aber als Siebter auch um 1.354 Sekunden hinter der Bestzeit von Romain Grosjean. Auch auf die Button-Zeit vom Vortag fehlten dem Mexikaner rund sieben Zehntelsekunden.

Das darf aber nicht verwundern, denn es war Perez' erster Tag im McLaren-Boliden, zudem nutzte er nur die Reifenmischungen "Hard" und "Medium". Der Youngster erlebt dieser Tage einen regelrechten Kulturschock, denn ein Topteam wie McLaren mit einem deutlich größeren Budget verfügt über ganz andere Arbeitsprozesse als sein Vorgängerteam Sauber. Heute war es das Ziel, dass sich Perez an den MP4-28 gewöhnt - gleichzeitig setzte man das Aerodynamikprogramm des Vortages fort. Am Nachmittag konzentrierte man sich dann auf Setup-Veränderungen, damit der Teamneuling ein besseres Gefühl für das Auto bekommt.

Alles anders bei McLaren

Perez zeigt sich nach seiner McLaren-Premiere vom Team beeindruckt, verrät aber auch, dass er nicht damit gerechnet hätte, dass er sich so stark umgewöhnen muss. "Der Unterschied ist viel größer, als ich gedacht habe", sagt er. "Die Sitzposition ist ganz anders. Man muss sich an diese neue Position gewöhnen, muss das Lenkrad anders halten. So ziemlich alles ist anders - von den Pedalen bis zum Lenkrad. Ich fange also ziemlich bei null an, aber ich denke, dass wir in die richtige Richtung gehen."

Der größte Unterschied ist für Perez die neue Sitzposition. "Ich muss noch ein paar Dinge beim Cockpit und beim Sitz aussortieren, um mich etwas wohler zu fühlen", gibt er zu. "Das Problem liegt nicht an einer bestimmten Stelle - es ist überall ein bisschen etwas zu tun. Wir müssen einige Dinge ändern."

Doch das ist nur der erste Punkt auf Perez' Liste. "Auch die Abläufe sind anders, die Setup-Änderungen", fällt ihm auf. "Die Art und Weise, wie der Sauber und der McLaren funktionieren, ist so verschieden. Grundsätzlich lerne ich, wie man ein Auto mit anderen Werkzeugen einstellt. Das ist ziemlich schwierig. Jedes Team hat unterschiedliche Programme am Lenkrad, auch der Funkverkehr ist bei jedem Team anders. Das ist neu, aber auch sehr gut."

Euphorie bei Perez

Kein Wunder, dass der ehemalige Sauber-Pilot vor seiner McLaren-Premiere etwas nervös war, schließlich arbeitet er seit Monaten auf diesen Tag hin, verbrachte viele Tage im Simulator und in der McLaren-Fabrik. "Ich war sehr aufgeregt, aber jetzt bin ich glücklich - glücklicher, als ich erwartet hatte", zieht er ein positives Fazit. "Wir leisten sehr gute Arbeit - ich, die Ingenieure und das ganze Team. Alle haben mir so sehr geholfen, mich an das Team und an das Auto anzupassen. Ein unglaublicher Tag."

Auch wenn Perez noch nicht mit Topzeiten glänzte, attestiert er dem MP4-28 "viel Potenzial". Das fiel dem neuen Nachfolger von Lewis Hamilton schon in den ersten Runden heute Morgen auf. "Wir wissen natürlich überhaupt nicht, wie konkurrenzfähig wir sind", drückt er auf die Bremse. "Alles, was ich sagen kann, ist, dass sich das Auto ziemlich gut anfühlt."

McLaren ein "sehr komplettes" Rennauto

Schon am ersten Tag an seinem neuen Arbeitsplatz macht Perez Druck: "Wir haben an den nächsten fünf Tagen sehr viel Arbeit vor uns. Wir müssen so weitermachen, denn ich denke, dass wir in die richtige Richtung gehen. Heute ist es uns gelungen, ein ordentliches Programm abzuspulen - hoffentlich geht es so weiter, um bereits zu Saisonstart in guter Form zu sein."

Schon jetzt fällt ihm aber auf, dass der McLaren ein "sehr komplettes Rennauto ist": "Der mechanische Grip ist gut, aber auch die Aerodynamik. Ich bin glücklich mit meinem Auto." Am Donnerstag wird wieder Perez' Teamkollege Button im MP4-28 sitzen - es ist der letzte Tag des Briten in Jerez. Er soll die mechanischen und aerodynamischen Arbeiten weiterführen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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