Formel 1 2013

— 06.02.2013

Sauber: Zuverlässigkeit und Basis stimmen

An den ersten zwei Testtagen lief der Sauber C32 trotz des innovativen Designs ohne Probleme, Neuzugang Nico Hülkenberg fühlt sich im Cockpit von Tag zu Tag wohler



Neo-Sauber-Pilot Nico Hülkenberg kommt mit dem neuen C32 immer besser zurecht. Nachdem er bei seiner Premiere für das Schweizer Team auf Rang sieben landete, steigerte er sich am Mittwoch um über eine Sekunde und fuhr mit 1:19.502 Minuten die fünftbeste Zeit ein. Auf die Bestzeit von Lotus-Pilot Romain Grosjean fehlten ihm 1.284 Sekunden.

Obwohl sich Hülkenberg noch an Team und Fahrzeug gewöhnen muss, glänzte er mit großer Konstanz. Bei seinem schnellsten Umlauf unterlief ihm ein kleiner Fehler, er hätte am Ende also durchaus noch weiter vorne landen können. Auch die Haltbarkeit des C32 ist ermutigend: Mit 99 Runden war der Mann aus Emmerich heute nach Mark Webber der zweitfleißigste Fahrer, auch insgesamt liegt man mit 788 Testkilometern hinter Force India (899 km) auf Platz zwei. Eine beachtliche Leistung, zumal der Bolide mit den schmalen Seitenkästen durchaus am Limit gebaut ist.

Vergleichstests mit den Pirelli-Reifen

Das Team konzentrierte sich heute auf Vergleichstests mit den Pirelli-Reifen. "Wir haben die Mischungen 'Soft', 'Medium' und 'Hard' verglichen", erzählt Hülkenberg. "Das war recht interessant". Dennoch will er daraus nicht zu große Schlüsse ziehen, denn der Kurs in Jerez gilt als atypische Strecke, und der Abbau der Pneus ist durch den rauen Asphalt in der Regel deutlich größer als in Barcelona.

"Abgesehen davon habe ich meine Gewöhnung an das Auto fortgesetzt und fuhr ein paar Longruns", erklärt Hülkenberg das zusätzliche Programm. Kurz vor der Zielflagge um 17:00 Uhr sorgte er für einen Abbruch des Trainings, weil er plötzlich auf der Strecke ausrollte. Schuld war aber kein Defekt am Sauber, sondern ein Benzinverbrauchs-Test, bei dem man den Tank leer fährt.

Die Basis stimmt bei Sauber

Hülkenberg zieht ein positives Fazit: "Ich fühle mich immer wohler am neuen Arbeitsplatz, muss mich aber noch an einige Dinge gewöhnen. Als ich hierher kam, hatte für mich Priorität, dass ich mich am Ende im Auto wohlfühle - auch was die Sitzposition und das Lenkrad angeht. Zudem wollen wir sicherstellten, dass das Auto zuverlässig ist - wir hatten bisher keine Probleme. An diesen zwei Tagen haben wir bereits ein sehr umfangreiches Testprogramm hinter uns gebracht - wir waren sehr produktiv."

Mit Prophezeiungen, wie viel Potenzial der neue Sauber hat, hält er sich noch zurück. Dennoch verrät er, dass "die Basis stimmt", das Auto benötige aber noch weitere "Arbeit und Entwicklung. Wir alle wissen, dass man in der Formel 1 nicht aufhören darf." Er "denke schon", dass der C32 schnell ist und sieht bisher "kein grundlegendes Problem".

Neues Cockpit: Hülkenberg benötigt noch Zeit

Am zweiten Testtag fühlte sich Hülkenberg "sogar noch wohler" im Auto als am ersten. Über Nacht hatte das Team ein paar Anpassungen im Cockpit gemacht, um dies zu gewährleisten. "Wir bewegen uns da in die richtige Richtung." Doch auch das Lenkrad des C32 ist grundlegend anders als das seines ehemaligen Force-India-Boliden. Er befindet sich noch in einem Lernprozess, um mit den Einstellungsmöglichkeiten komplett vertraut zu sein.

"Ich bin so glücklich, wie man nach zwei Tagen eben sein kann", bestätigt er. "Es ist noch nicht perfekt und muss noch besser werden, aber wenn es schon perfekt wäre, dann könnte ich das Lenkrad bereits blind bedienen - das wäre ziemlich außergewöhnlich nach zwei Tagen. Oft sind die Funktionen gleich, aber sie haben andere Bezeichnungen. Aber dafür gibt es ja die Wintertests - damit man diese Dinge automatisiert. Zusätzliche Kilometer und Erfahrung im Auto sind immer hilfreich."

Simulator geht Hülkenberg nicht ab

Im Gegensatz zu Force India kommt Hülkenberg bei Sauber nicht mehr in den Genuss eines Fahrsimulators. Ist ihm die technische Entwicklung, die fast alle Teams nutzen, um die Testbeschränkungen zu umgehen, bisher abgegangen? "Nein, nicht wirklich", sagt der Sauber-Pilot. "Ehrlich gesagt fühlte es sich auch ohne Simulator gut an. Normalerweise wäre ich zu diesem Zeitpunkt schon einige Male im Simulator gewesen, aber es hat eigentlich keinen Unterschied gemacht, dass wir keinen Simulator haben, was mein Wohlbefinden auf der Strecke angeht."

Die restlichen zwei Testtage muss Hülkenberg zuschauen, denn sein neuer Teamkollege Esteban Gutierrez wird seine Premiere im C32 geben. Der Deutsche wird erst beim kommenden Test in Barcelona wieder im Auto sitzen. Die Pause stört ihm aber keineswegs: "Es ist gut, nach Hause zu gehen und die Daten anzuschauen, dann die Lage zu besprechen und alles etwas sickern zu lassen, um dann mit neuen Ideen zurückzukommen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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Nico Hülkenberg

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