Formel 1 2013

— 08.02.2013

Hamilton: "Fühlt sich nicht an wie ein Desaster"

Der Mercedes-Pilot erkennt im W04 eine "vernünftige Ausgangsbasis" und ist begeistert vom Teamgeist der Silberpfeile: "Wollen mir alles recht machen"



Viele hatten ihm sein sportliches Waterloo prognostiziert. So schlimm war der Amtsantritt Lewis Hamiltons am Steuer eines Mercedes-Formel-1-Boliden bei den Testfahrten in Jerez nicht. In Begeisterungsstürmen bricht der Brite aber auch nicht aus, wenn es um den ersten Eindruck vom W04 geht. "Es gibt noch einiges zu tun, aber es fühlt sich nicht an wie ein Desaster", sagt Hamilton. "Unsere derzeitige Position ist nicht zu schlecht und es fühlt sich an, als hätten wir eine vernünftige Ausgangsbasis."

Der neue Bolide scheint mit den Pirelli-Pneus für die Saison 2013 besser klarzukommen als sein Vorgänger, was aus Mercedes-Sicht allen voran für das Qualifying hoffen lässt. "Wir haben die Reifen auf den ersten Runde auf Temperatur bekommen, was im vergangenen Jahr ein Problem war", analysiert Hamilton schneller ansprechendes Gummi auf den Achsen, gibt aber die Bedingungen zu bedenken: "Es ist natürlich auch ziemlich warm und die Streckentemperatur recht hoch."

Auge für die Details

Das Zwischenfazit fällt positiv aus: "Ich denke, wir sind auf dem Niveau, was wir uns erhofft haben. Ich könnte wirklich nicht mehr verlangen." Hamilton lobt allen voran Fortschritte beim Abtrieb des Autos und betont: "Die Jungs machen einen großartigen Job. Ich werde aber definitiv noch mehr verlangen." Der Ex-McLaren-Star sieht jetzt sich und Teamkollege Nico Rosberg in der Pflicht, die Entwicklung zu steuern und den Ingenieuren Input zu liefern, um die Silberpfeile voranzubringen.

Ross Brawn ist sich sicher, dass seinem Piloten das gelingt. "Er interessiert sich für alles, was das Auto betrifft, besitzt ein sehr gutes Auge für Details", lobt der Teamchef. "Ich sehe ihn als ein Teammitglied, das sehr stark involviert ist - genau das ist es, was wir uns vorgestellt haben." Auch Hamilton erkennt konstanten Fortschritt nach seinem Wechsel: "Ich lerne mit jeder Runde. Ich lerne mit jeder Setupverändeurng", betont er. Für ihn ginge es darum, auf das Auto zu hören und Verbesserungsbedarf aufzuzeigen.

Hamilton und Mercedes: Chemie stimmt

Die Fabelrunde Sebastian Vettels in 1:18.565 Minuten am Freitagvormittag auf harten Reifen beunruhigt Hamilton nicht: "Ich weiß nicht, wie sich der Pneu verhält, aber einige scheinen damit gute Zeiten zu erzielen", analysiert er. "Der Red Bull ist immer schnell, das ist keine Überraschung und beeindruckt mich nicht." Rückschlüsse auf die eigene Position in der Hackordnung verbieten sich: "Ich habe die Jungs um eine Einschätzung gebeten, aber sie wissen es nicht. Solange wir die Spritmengen nicht kennen, ist alles Rätselraten."

Um Licht ins Dunkel zu bringen, ist für Mercedes jede Runde kostbar. Schließlich büßte Hamilton bereits am Dienstag wertvolle Zeit ein, als ein Bremsproblem samt Unfall seinem Testauftakt ein jähes Ende bereitete. "Fahrzeit zählt natürlich, aber wir holen auf. Nico ist am Donnerstag 150 Runden gefahren und hat damit einen halben Tag gutgemacht. Wir versuchen, so viel wie möglich auf der Strecke zu sein", so der 28-Jährige über die Herangehensweise seiner Mannschaft.

In der scheint die Harmonie übrigens zu stimmen: "Das Team unterstützt mich unglaublich und will mir alles recht machen. Sie kümmern sich um alles", schwärmt Hamilton, für den der Crash am Dienstag ein Aha-Erlebnis war. "Als ich das Problem hatte, waren sie wirklich besorgt - und sie kennen mich doch gar nicht so gut. Es gibt eine Verbindung zwischen uns und wir arbeiten unter Volldampf. Ingenieure und Mechaniker schaffen auch bis in die späten Abendstunden, da gibt es viel Motivation."

Fotoquelle: Daimler

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