Formel 1 2013

— 12.02.2013

Sauber im Hinblick auf 2014 im Nachteil?

Monisha Kaltenborn hofft, dass Sauber den richtigen Zeitpunkt für die Verlagerung der Ressourcen in Richtung der Saison 2014 findet





Die Formel-1-Saison 2013 hat noch nicht einmal offiziell begonnen, da kreisen die Gedanken der Teamverantwortlichen bereits zu einem gewichtigen Teil um die darauffolgende Saison 2014: Das neue technische Reglement, dessen Kern der Umstieg von V8-Saugern auf V6-Turbos ist, wirft seine Schatten voraus. Angesichts der Tatsache, dass die neuen Motoren völlig andere Chassis voraussetzen, fahren die großen Teams wie Ferrari oder Mercedes längst zweigleisig und habe ihre Designabteilung in zwei separat agierende Arbeitsgruppen gesplittet.

Teams aus dem Mittefeld, die finanziell und somit in puncto Mannstärke weniger umfangreich bestückt sind, versuchen irgendwie, die Doppelbelastung zu meistern und mit einer Mannschaft zwei Fahrzeuge zu entwickeln. Zu diesen Teams gehört Sauber, wo Monisha Kaltenborn seit Oktober des vergangenen Jahres die Teamchef-Rolle innehat.

"Genau wie der Großteil der anderen Teams haben auch wir bereits mit der Entwicklung des 2014er-Autos begonnen", legt Kaltenborn im Gespräch mit 'Formula1.com' dar und spricht die begrenzten Ressourcen in Hinwil an: "Aufgrund unserer Einschränkungen stehen wir vor einer größeren Aufgabe als andere, den richtigen Spagat zwischen einem konkurrenzfähigen aktuellen Auto und der Arbeit am neuen Auto zu finden. Ich hoffe einfach, dass uns dieses Jonglieren keinen Nachteil beschert."

Große Hoffnungen in den neuen C32

Unterm Strich komme es laut Kaltenborn darauf an, richtig zu entscheiden, "wie viel Personal und Geld ins neue Auto investiert werden - und wann das geschieht". Mit Blick auf die Saison 2014 ist die Österreicherin schon jetzt überzeugt: "Unsere Zukunft wird von unseren Ergebnissen in diesem Jahr abhängen." Soll heißen, die Erwartungen in den neuen Sauber-Ferrari C32 und nicht zuletzt die neue Fahrerpaarung Nico Hülkenberg/Esteban Gutierrez sind hoch. Bein den ersten Testfahrten in Jerez glänzte der neue Bolide aus Hinwil mit der größten Laufleistung aller 2013er-Autos.

Zu einem derzeit noch nicht exakt feststehenden Zeitpunkt der Saison wird sich dann das komplette Augenmerk auf den nächstjährigen Sauber richten. "Ich gehe davon aus, dass die Saison 2014 in erster Linie vom Antriebsstrang und weniger von der Chassis-Seite bestimmt wird", spricht Kaltenborn das neue Motorenreglement an.

Hinsichtlich der Kosten macht sich die Sauber-Teamchefin nichts vor. "Wenn der Motor ein Kostentreiber ist, dann müssen sich die Hersteller überlegen, was sie bezwecken möchten. Wollen sie Kunden für ihren Motor oder nicht?" In diesem Zusammenhang wirft die 41-Jährige ein, dass ein Engagement in der Formel 1 nicht nur aus Kosten-, sondern auch aus Image-Sicht betrachtet werden müsse: "Auf den Motorenherstellern lastet natürlich eine große Verantwortung, aber sie profitieren auch davon."

Ob dieser Ansatz auch bis in die Chefetagen der Automobilhersteller und somit der Motorenlieferanten für die Formel 1 durchgedrungen ist, darüber will sich Kaltenborn kein Urteil erlauben. "Das weiß ich nicht, aber das ist auch nicht mein Problem", sagt sie. Bis dato haben sich offiziell lediglich Ferrari, Mercedes und Renault zum Bau eines V6-Turbo-Motors bekannt.

Fotoquelle: xpbimages.com



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