Formel 1 2013

— 14.02.2013

Kingfisher-Krise: Mallyas Geschäftsimperium in Gefahr

Während man bei Force India nichts von finanziellen Problemen wissen will, droht in Vijay Mallyas Firmenimperium durch die Schieflage seiner Fluglinie ein Flächenbrand





Bei Force India macht man derzeit gute Miene zum bösen Spiel. Alles wird getan, um den Eindruck zu erwecken, dass beim indischen Rennstall mit Sitz in Silverstone alles seinen gewohnten Lauf nimmt. Die Spekulationen über einen möglichen Teamverkauf vor einigen Wochen wurden vom stellvertretenden Teamchef Robert Fernley gegenüber 'Motorsport-Total.com' als das Werk "verantwortungsloser" Journalisten abgetan.

Tatsächlich ist es seit Jahren bekannt, dass die Force-India-Mitarbeiter auf ihre Löhne manchmal länger warten müssen, doch seit im Oktober 2012 in Indien ein Haftbefehl wegen einiger geplatzter Schecks seiner Fluglinie Kingfisher gegen Teamchef Vijay Mallya ausgestellt wurde, scheint sich die Lage zuzuspitzen. Der Haftbefehl wurde zwar zurückgezogen, weil sich Mallya mit dem Flughafen Hyderabad einigen konnte, die Negativschlagzeilen um seine Fluglinie hielten aber an.

Force India: Was läuft hinter den Kulissen?

Auch beim Rennstall läuft nicht alles rund: Trotz gültigen Vertrags für die Saison 2013 musste Paul di Resta lange um seinen Verbleib beim Team bangen, sein Teamkollege ist nach wie vor nicht fixiert, obwohl die Testfahrten bereits angelaufen sind. Aus sportlicher Sicht ergibt diese Strategie wenig Sinn, schließlich müssen sich die Piloten an das neue Auto gewöhnen - die Ungewissheit könnte Unruhe ins Team bringen.

Im Vordergrund steht aber vermutlich, wieviel Sponsorengelder die Anwärter auf das Cockpit mitbringen. Dazu kommt, dass Mallya, der öffentlichen Auftritten eigentlich ganz und gar nicht abgeneigt ist, weder bei der Präsentation des neuen Boliden noch bei den Testfahrten aufgetaucht ist. Der Geschäftsmann soll seit Tagen untergetaucht sein.

Kingfisher-Krise weitet sich aus

Nun berichtet 'Pitpass', dass das Firmenimperium Mallyas durch die Kingfisher-Krise heftig ins Wanken geraten ist. Demnach sollen 17 Banken den Druck auf den 57-Jährigen erhöhen, die Kredite in Höhe von 1,2 Milliarden Euro endlich zurückzuzahlen. "Die Banken haben die Geduld verloren", bestätigt der stellvertretende Geschäftsführer der indischen State Bank, Shyamal Acharya. "Mitglieder des Konsortiums sind der Meinung, dass die Angelegenheit einen toten Punkt erreicht hat." Auch die Aktien der Fluglinie befinden sich im Sinkflug.

Der Brand könnte sich wie ein Lauffeuer auf die anderen Geschäftssparten Mallyas, darunter die für die Biermarke Kingfisher bekannte United Breweries Group, ausweiten. Auch sein Familienanwesen in Goa soll als Vermögenswert bereits besichert worden sein. Die Zukunft des Formel-1-Teams, das zu je 42,5 Prozent Mallya und der Sahara-India-Pariwar-Gruppe gehört, ist daher ebenfalls in Gefahr.

Fotoquelle: xpbimages.com



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