Formel 1 2013

— 16.02.2013

Brundle versteht Diskussionen um F1-Aussteiger nicht

Ex-Pilot Martin Brundle ist der Meinung, Kobayashi, Kovalainen & Co hätten ihre Glanzmöglichkeiten gehabt und freut sich schon auf die Leistungen der neuen Fahrer





Max Chilton, Esteban Gutierrez, Valtteri Bottas, Luiz Razia, Giedo van der Garde rein; Michael Schumacher, Timo Glock, Kamui Kobayashi, Heikki Kovalainen, Bruno Senna, Witali Petrow raus - die Formel 1 erlebt gerade fahrermäßig einen großen Umbruch. Während vielen Fans sauer aufstößt, dass gestandene Grand-Prix-Piloten Rookies mit Geldkoffern Platz machen müssen, sieht Ex-Fahrer und TV-Experte Martin Brundle die Lage bei 'Sky Sports' weniger problematisch: "Sie hatten alle die Möglichkeit, zu glänzen", findet der 158-fache Grand-Prix-Teilnehmer. "Vielleicht klingt das ein wenig brutal, aber sie hatten ihre Glanzmöglichkeiten."

Für den Briten kommt die aktuelle Fluktuation in der Königsklasse daher nicht überraschend. "Ich habe immer gesagt: Es ist hart, in die Formel 1 zu kommen, und es ist noch härter, dort zu bleiben." Doch für den 53-Jährigen, der in seiner Formel-1-Zeit unter anderem für Tyrrell, Williams, McLaren und Jordan fuhr, ist dies eben Teil des Geschäfts. "Es ist traurig, nicht wahr? Aber so ist das Business."

Außerdem sieht Brundle in den Neuzugängen einen weiteren positiven Aspekt. Er freut sich auf die Leistungen von Bottas, Chilton & Co. "Ich habe auf Gutierrez' Overall in Jerez geschaut und mir gedacht: 'Das wird interessant. Wie wird er sich schlagen?'", erzählt der Engländer. "Wenn es Kobayashi gewesen wäre, hätte man gewusst, zu was er in der Lage ist: Er wäre von Zeit zu Zeit erstaunlich gewesen, hätte ein paar großartige Überholmanöver gezeigt, und wäre den Rest der Saison in der Versenkung verschwunden."

Deswegen wolle Brundle allen neuen Fahrern eine Chance geben, ihr Können in der Königsklasse zu zeigen, zumal alle Piloten in den Nachwuchsklassen auch durch positive sportliche Leistungen aufgefallen seien. So kommt beispielsweise Max Chilton mit zwei Siegen und dem vierten Rang in der GP2 zu Marussia. Der Rookie findet die Diskussionen um Paydriver übertrieben, schließlich sei dies keine rein aktuelle Angelegenheit: "Es gibt viele von ihnen im Grid und meiner Erfahrung nach, war das nie anders. Der Sport lief schon immer so, und wird wohl auch weiter so laufen. Sogar manche Legenden in unserem Sport mussten finanzielle Unterstützung mitbringen, um hineinzukommen. "

"Aber eines kann ich sagen", fährt der 21-Jährige fort, "Teams schauen zuallererst auf das Talent. Sie möchten sehen, dass du Pole-Positionen und Rennsiege in Juniorkategorien einfahren kannst. Wenn du das geschafft hast, dann musst du deine Gelegenheit in der Formel 1 nutzen. Du musst von den Besten lernen und der bestmögliche Fahrer werden. Kein Team lässt dich hinter das Lenkrad, wenn du nicht dazu bereit bist."

Fotoquelle: xpbimages.com



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