Formel 1 2013

— 16.02.2013

Ausgebootet und überboten: Alguersuari fühlt sich betrogen

Der Pirelli-Testfahrer behauptet, die Zusage eines Teams erhalten zu haben und zugunsten eines Paydrivers fallen gelassen worden zu sein: "Verdiene ein Siegauto"



Lange galt Jaime Alguersuari als heißer Kandidat für ein vakantes Cockpit bei den Mittelfeldteams der Formel 1. Doch während sich die Gerüchte hielten, blieb die Vertragsunterschrift aus - und vorbei war der Kampf um einen Drive. Der Spanier will sich mit einem Arbeitgeber einig gewesen sein: "Ich versichere, dass ich während dem Großteil der Saison 2012 überzeugt war, mir einen Platz bei einem Team gesichert zu haben, das regelmäßig in die Punkte fährt", erklärt Alguersuari 'Autosport'.

Um welche Mannschaft es sich dabei handelt, lässt der ehemalige Toro-Rosso-Pilot bewusst offen. Allerdings fiel sein Name immer wieder im Zusammenhang mit Force India und mit Sauber. Gut zu sprechen ist er auf die Praxis des nicht benannten Übeltäters aber nicht: "Die, die mir Zusagen gemacht haben, haben mir Gründe genannt, warum ich das akzeptieren müsste. Aber die teile ich nicht." Alguersuari deutet an, dass das Geld gegen ihn gesprochen habe: "Die Formel 1 ist zur Auktion geworden."

Hat also einer viel gescholtenen Paydriver den Vorzug erhalten, weil seine Sponsoren großzügige Überweisungen tätigen? "So viel außerhalb der Strecke zu kämpfen und dann 2013 keinen Platz in der Formel 1 zu haben - das hätte ich mir nach Red Bulls völlig unverständlicher Entscheidung, 2012 nicht auf mich zu setzen, nie vorstellen können", hadert Alguersuari, der auch als BMW-Pilot in der DTM gehandelt wurde. Schließlich ergatterte aber Timo Glock den Platz im Fahrerkader der Münchener.

Alguersuari verweist darauf, dass er sich auf die Verbindlichkeit der Aussagen des Formel-1-Teams verlassen und deshalb andere Angebot ausgeschlagen hätte. "So wurde es mir gesagt und ich habe geglaubt, es sei wahr. Deshalb habe Möglichkeiten in anderen Serien liegen lassen." Der letzte Ausweg aus der Karrierefalle hieß Pirelli. Wie schon in der vergangenen Saison wird Alguersuari auch 2013 offizieller Testfahrer des Reifenlieferanten sein und so immerhin regelmäßig Fahrpraxis sammeln.

Währenddessen will er weiter um ein Einsatzcockpit kämpfen. "Ist meine Karriere in der Formel 1 mit 22 Jahren schon vorbei? Trotz allem bin ich weit davon entfernt, das zu glauben", gibt sich Alguersuari optimistisch und lobt den Job bei Pirelli: "Deshalb bleibe ich aktiv und spule so viele Kilometer ab wie kein dritter Fahrer in diesem Geschäft. Ich weiß, wie alt ich bin, kenne meine Vita und ich bin mir sicher, dass ich sein siegfähiges Auto verdiene." Geschlagen mag er vorerst sein, gedemütigt nicht.

Fotoquelle: xpb.cc

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