Formel 1 2013

— 17.02.2013

Ferrari in Barcelona: Testdebüt für Alonso

Fernando Alonso greift bei den Tests in Barcelona zum ersten Mal in das Geschehen ein und kann sich sogleich mit Sebastian Vettel messen - Keine Bestzeiteuphorie



Nachdem sich die Formel-1-Asse bereits vor einer Woche in Jerez das erste Mal wieder auf der Strecke begegnet sind, gehen ab Dienstag die Testfahrten in Barcelona in ihre zweite Runde. Für alle Teams geht es dabei wohl nicht mehr um grundlegende Dinge am Auto, vielmehr sollen die Eindrücke der ersten Tests ausgebaut und der Bolide weiter vorangebracht werden. Zudem dürfen sich Fans vor Ort auf den ersten Auftritt von Fernando Alonso im neuen Ferrari F138 freuen.

Dienstag und Mittwoch darf sich der Spanier gleich zum Auftakt mit Sebastian Vettels Red Bull messen. Doch während der Weltmeister seinen Boliden bereits ab Donnerstag seinem Teamkollegen Mark Webber überlässt, hängt Alonso noch einen Testtag dran. Erst am Freitag darf Felipe Massa ans Steuer des Ferrari. Dafür konnte der Brasilianer beim Jerez-Test das Auto drei Tage lang kennenlernen, da Alonso nicht an der Strecke weilte. Der Spanier trainierte lieber ein wenig länger und wechselte während seiner Sitzungen dabei ständig zwischen Fitnessstudio, Radfahren und Schwimmen.

Nach dem Testauftakt in Jerez klang Massa vorsichtig optimistisch über das neue Auto. Der F138 sei eine bessere Grundlage als der F2012, aber nur konstante Weiterentwicklung könne zeigen, ob der Bolide auch besser als die Konkurrenz ist. Zumal der Brasilianer laut eigener Aussagen über die Zeiten von Jenson Button mehr beeindruckt sei, als über seine eigene Bestzeit der Woche. Voraussagen, Ferrari werde den Titel aufgrund der absoluten Bestzeit schon im Sack haben, lassen die Scuderia kalt: "Ein positiver Start in Jerez ist nur das, ein positiver Start und nicht mehr", gibt das Team bekannt.

Nachdem die Reifen in Jerez aufgrund des rauen Belages oft im Fokus standen, möchte sich Ferrari in Barcelona mehr auf das Auto an sich konzentrieren. Schließlich gilt der Circuit de Catalunya schon seit vielen Jahren als Testmekka der Teams. Der Kurs gilt als repräsentativ für die Saison und soll ein realistischeres Bild auf die Kräfteverhältnisse geben. Dazu hat Ferrari ein paar Updates für den F138 mitgebracht, die während der vier Tage auf Herz und Nieren geprüft werden. Sieben Tage nach dem Testabschluss kehren die zehn Formel-1-Teams erneut nach Barcelona zurück (28.2. bis 3.3.), um die Vorsaisontests zu einem Abschluss zu bringen, bevor sich der Tross auf den Weg zum Saisonauftakt in Melbourne macht.

Fotoquelle: Ferrari

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