Formel 1 2013

— 19.02.2013

Barcelona: Rosberg vor drei Champions

Nico Rosberg war beim Testauftakt in Barcelona schneller als die Weltmeister Räikkönen, Alonso und Vettel - Problemlose Jungfernfahrt des neuen Williams





Bis 20 Minuten vor Ende des heutigen Testauftakts in Barcelona sah es auf dem Circuit de Catalunya nach einem "Tag der Champions" aus: Der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) führte vor Kimi Räikkönen (Lotus) und Fernando Alonso (Ferrari) - aber dann stellte Nico Rosberg das Ergebnis doch noch auf den Kopf und bescherte Mercedes ein psychologisch wichtiges Erfolgserlebnis.

Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als würde sich die Pannenserie von Jerez de la Frontera fortsetzen, als Rosberg kurz vor der Mittagspause mit Verdacht auf Getriebedefekt in die Garage geschoben wurde. Erst gegen 15:00 Uhr konnte er sein Programm wieder aufnehmen - und als im Finish alle Topfahrer die Medium-Reifen von Pirelli aufziehen ließen, war der Silberpfeil (1:22.616 Minuten) am schnellsten. Zum Vergleich: Räikkönen hat im vergangenen Winter im 2012er-Lotus eine Bestzeit von 1:22.030 Minuten aufgestellt.

Der "Iceman" schob sich kurz nach der Rosberg-Bestzeit an Vettel vorbei auf Platz zwei, verpasste die absolute Spitzenposition um gerade mal sieben Tausendstelsekunden. Kurz darauf ging dann auch noch Alonso an Vettel vorbei und sicherte sich Platz drei, 0,336 Sekunden hinter Rosberg, aber 0,013 Sekunden vor seinem letztjährigen WM-Gegner. Ferrari rückte heute unter anderem mit einer überarbeiteten Auspuffvariante und mit dem "Haifischmaul" im Nasenbereich aus. Außerdem absolvierte der Spanier an seinem ersten Testtag 2013 110 Runden - mehr als jeder andere.

Vettel konstant schnell unterwegs

Bei Vettels schnellster Runde handelte es sich heute nicht um ein Strohfeuer, sondern er war schon mit den harten Reifen in 1:23.290 Minuten gestoppt worden. Seine Bestzeit erzielte Vettel auf einem acht Runden langen Run. Grotesk mutet allerdings an, welchen Aufwand Red Bull betreibt, um den RB9 vor den Fotografen zu verstecken. Stellwände sind für das Team sowieso Usus, heute bemühte sich Vettel aber außerdem, so nahe wie möglich an der Garage zu parken, damit das Auto nicht von oben herab abgelichtet werden kann.

Pastor Maldonado absolvierte als Fünfter eine erfolgreiche Premiere des neuen Williams FW35, der heute nach der Präsentation am Vormittag seine Jungfernfahrt hatte. Mit 86 Runden war Maldonado die Nummer zwei der "Kilometerfresser" und sein Rückstand betrug 1,117 Sekunden. Der Venezolaner blieb damit knapp vor Daniel Ricciardo (Toro Rosso/+1,268), Sergio Perez (McLaren/+1,508) und Paul di Resta (Force India/+1,528), dessen zwischenzeitliche Bestzeit am Vormittag nur von kurzer Dauer war.

"Rote Laterne" bei gleichen Teams wie 2012

Abgeschlagen auf den letzten beiden Plätzen landeten einmal mehr Marussia und Caterham, wobei es Max Chilton (Marussia) am Nachmittag gelang, seine persönliche Bestzeit mit Medium-Reifen auf 1:26.747 Minuten zu steigern und Charles Pic (Caterham) abzuhängen. Pic sorgte gegen 14:50 Uhr für die zweite rote Flagge des Tages, als er bei der Anfahrt zu Kurve drei mit einem technischen Defekt ausrollte. Eine Stunde später fiel er auf den letzten Platz zurück, als Chilton zulegte, und wurde die "rote Laterne" bis zum Ende nicht mehr los.

Die erste rote Flagge war bereits am Vormittag geschwenkt worden, als Sauber-Rookie Esteban Gutierrez (9./+2,508) bei Kurve sieben stehen blieb. Allerdings handelte es sich dabei weder um einen Fahr- noch um einen technischen Fehler, sondern das Schweizer Team wollte lediglich genaue Messungen hinsichtlich des Benzinverbrauchs durchführen und fuhr den Tank daher komplett leer. Bis zum Ende der Session um 17:00 Uhr (eine Stunde Mittagspause) schaffte der Mexikaner trotzdem 68 Runden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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