Formel 1 2013

— 20.02.2013

Räikkönen und und das Fitness-Mysterium: Planlos schnell

Der Lotus-Pilot nimmt 2013 seinen zweiten WM-Titel ins Visier, ärgert sich aber über ein Softwareproblem des Teams - "Ich will noch immer Rallye fahren"





Jenson Button schwitzt beim Triathlon und trainiert in Monaco mit Radstars wie Mark Cavendish oder Philippe Gilbert, Mark Webber organisiert eine eigene Extremsport-Herausforderung in Tasmanien. Und Kimi Räikkönen? Der Finne in einen Einteiler gezwängt und mit Pulsuhr um das Handgelenk beim Cardiotraining - eine exotische Vorstellung. Oder doch nicht? "Das wissen Sie nicht - sie haben keine Ahnung, was ich mache", sagt Räikkönen gegenüber 'Formula1.com' über sein Sportprogramm.

Der Lotus-Pilot macht aus seinen Aktivitäten ein gut gehütetes Geheimnis: "Ich ziehe mein Ding durch, aber ich habe kein Interesse daran, das auszuplaudern." Was auch immer Räikkönen für seine Fitness tut, es scheint zu fruchten, schließlich beendete er 2012 alle Rennen, mit Ausnahme des China-Grand-Prix sogar in den Punkten: "Da gibt es nichts zu erklären. Es ist viel einfacher: Ich gebe mein Bestes. Wenn es gut geht, schön, aber ich habe nicht immer einen Plan", meint er über das Erfolgsgeheimnis.

Obwohl Räikkönen mit seinen 33 Jahren nach Mark Webber der zweitälteste Pilot im Fahrerfeld für 2013 ist, will er keine weisen Ratschläge verteilen, auch nicht an den zuweilen etwa ungestümen Teamkollegen Romain Grosjean: "Da halte ich mich raus. Ich bin nicht da, um Anweisungen zu geben." Lieber spricht Räikkönen mit den Ingenieuren und dann geht es allen voran um Anpressdruck: "Fahrerträume drehen sich immer um Abtrieb. Es macht dich schneller und hilft dir, die Reifen zu schonen."

Der Ex-Weltmeister zeigt sich mit dem ersten Test zufrieden und erklärt, in Jerez keine ernsthaften Probleme gehabt zu haben - zumindest nicht mit dem E21. "Am kompliziertesten ist die neue Software", hadert Räikkönen. "Wir verlieren alle Daten, wenn wir fahren. Das Auto selbst läuft aber rund. Wir müssen nur dieses dumme System zum Laufen bringen." Funktioniert alles, will Räikkönen um seine zweite Krone kämpfen. "Sonst wäre ich nicht hier. Mach dem vergangenen Jahr zu urteilen haben wir eine Chance."

Versprechen will der Lotus-Star nichts. Nichts, außer dass er es sich vorstellen kann, eines Tages wieder ins Geschäft abseits befestigter Straßen zu wechseln. "Ich will noch immer Rallye fahren", sagt Räikkönen, der in zwei Jahren in der Weltmeisterschaft (WRC) keine Bäume ausriss. Er beurteilt seine Leistung bei Citroen dennoch positiv: "Die Leute sagen, es sei ein Fehler gewesen. Das war es überhaupt nicht. Ich habe mit null Erfahrung angefangen und dafür habe ich mich wacker geschlagen."

Fotoquelle: Lotus



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