Formel 1 2013

— 20.02.2013

Ecclestone und Todt bitten zum Gipfeltreffen

Der Regelfindungsprozess, ein neues Concorde Agreement und die Verteilung von Einnahmen werden Themen bei einem Meeting der Formel-1-Macher sein



Während die Formel-1-Teams derzeit in den Boxen in Barcelona an ihren Boliden für 2013 werkeln, gibt es auch bei den Mächtigen hinter den Kulissen eine Menge zu schrauben. Die Formel 1 verfügt weiter nicht über ein Concorde Agreement über die kommerziellen Rahmenbedingungen der Königsklasse sowie die Zukunft mit V6-Turbomotoren ab 2014 scheint nicht mehr in Stein gemeißelt. Doch schon am Donnerstag könnte sich die Lage klären: Dann trifft Bernie Ecclestone auf Jean Todt.

Der Formel-1-Promoter und der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA werden die Weichen stellen. Oder es zumindest versuchen. Während die finanzielle Situation durch Abkommen zwischen Ecclestone und den Teams geregelt ist, sieht es mit der FIA und der Regelfindung anders aus. Die war zuvor ein Geben und Nehmen der Technical Working Group (TWG) und der Formel-1-Kommission mit allen wichtigen Entscheidungsträgern im Zirkus sowie dem FIA-Weltrat als Beschlussorgan.

Alles beim Alten in der TWG

Rennleiter Charlie Whiting fungierte als Vermittler. Doch dieses Verfahren gibt es formal nicht mehr. James Key sieht die Lage entspannt. "Ich denke nicht, dass das ein Problem ist. Die Regeln dürfte doch jeder verstanden haben", erklärt der Technikchef von Toro Rosso und unterstreicht: "Es gibt keine fundamentalen Änderungen, sondern mehr Feintuning." Die jüngste Debatte um einen zweigeteilten Coanda-Schacht bei den neuen Modellen Williams' und Caterhams zeigt ein anderes Bild.

Dennoch meint Key: "Die Abläufe in der TWG sind in Ordnung, so wie sie derzeit existieren." Offenbar geht in der Formel 1 alles seinen gewohnten Weg, auch wenn eine auf Papier gefasste Grundlage derzeit fehlt: "Die Erfahrung hat gezeigt: Das Meeting im Januar war sehr ähnlich zu denen, die wir zuvor hatten", so Key, der nach eigener Aussage "keine größeren Baustellen" erwartet. Doch die könnte die FIA eröffnen, die in puncto Reglement derzeit uneingeschränkt schalten und walten kann, wenn sie denn will.

Todt im Vorteil

Das lässt die von Ecclestone und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo forcierte Notbremse in der Causa Turbomotoren mehr als unwahrscheinlich wirken, schließlich ist die FIA an der Einführung neuen Aggregate interessiert und drückt auf das Tempo. Dem Zampano droht noch mehr Ungemach: Informationen von 'auto motor und sport' zufolge mischt sich der Weltverband bereits in Dinge ein, die zuvor Ecclestone oblagen und will über die Vergabe von Fahrerlager-Tickets bestimmen.

Todt geht gestärkt in die Verhandlungen mit seinem langjährigen Weggefährten. Er hat die 15 Millionen US-Dollar, die die Teams für die Saison 2013 teilweise unter Vorbehalt entrichtet haben, wohl auch juristisch abgesichert und seine Position in Bezug auf eine mögliche Wiederwahl gestärkt. Für Ecclestone hingegen ist die Ausgangslage diffiziler. Diverse juristische Streitfälle, darunter der Gribkowsky-Prozess in München und eine weiter drohende Anklage, habe ihn für Vermarkter CVC nicht wertvoller gemacht.

Fotoquelle: xpbimages.com

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