Formel 1 2013

— 22.02.2013

Grosjean selbstbewusst: "Wissen, dass wir gutes Auto haben"

Der Lotus-Pilot erkennt Fortschritte bei nassen Bedingungen, nennt die Pirelli-Reifen einen Drahtseilakt und sieht sich mit Red Bull auf Augenhöhe





Zehnter und letzter Pilot mit einer kompletten Runde im Klassement des Schlusstages in Barcelona war Romain Grosjean. Trotz einer persönlichen Bestmarke von 1:34.800 Minuten (+ 11,518 Sekunden) fühlte sich der Franzose als einer der Gewinner der Testwoche in Katalonien. "Dass wir die Langsamsten waren, hat überhaupt nichts zu sagen. Wir haben nicht ernst gemacht, als es einigermaßen trocken war", erklärt Lotus-Einsatzleiter Alan Permane. Auch sein Fahrer zeigt sich zufrieden.

Grosjean räumt Blick auf 2012 Probleme der Schwarz-Goldenen bei Nässe ein und erinnert daran, dass er im Regen alles andere als ein alter Formel-1-Hase ist: "Ich habe das gar nicht so oft gemacht, schließlich habe ich mich im Rennen in Malaysia sehr früh gedreht. Sonst gab es nur zwei Qualifyings, die nicht im Trockenen stattfanden." Der Franzose erkennt Verbesserungen, wie Permane berichtet: "Romain glaubt an einen Schritt nach vorne mit dem E21 im Regen im Vergleich zum Vorgänger."

Zeit zum Tee trinken

Dennoch sieht Wetter zum Wohlfühlen für den 26-Jährigen anders aus: "Es war kalt und rutschig draußen auf der Bahn und die Bedingungen waren schlimmer, als wir sie unter der Saison erwarten würden", erschaudert Grosjean, der viel Zeit im Cockpit verbrachte, allerdings in einem stehenden Lotus in der Box. "Diskretion war das Gebot der Stunde", kommentiert Permane insgesamt nur 41 Umläufe, die abgespult wurden, nennt das Programm wegen der Erfahrung mit den entsprechenden Reifen aber "erfolgreich".

Auch Grosjeans Fazit fällt positiv aus. "Das heißt, dass es wenigstens ein guter Test der Leistung im Nassen und mit Intermediates war. Ich bin glücklich, dass wir keine Probleme hatten und die Balance stimmt", so der ehemalige GP2-Champion, für den es bei Regen aber nie ein ungetrübtes Fahrerlebnis ist: "Man fühlt sich nie einhundertprozentig wohl, wenn man mit 200 Kilometern pro Stunde auf der Geraden fährt", sagt er und fügt schmunzelnd an: "Aber besser als im vergangenen Jahr."

Im Vergleich zu Red Bull "gar nicht so schlecht"

Obwohl Lotus in nächste Woche neue Aerodynamik-Teile nach Barcelona bringt, fühlt sich Grosjean schon jetzt wohl im E21. "Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben", demonstriert er im Gespräch mit 'ESPN' eine breite Brust, zeigt sich aber auch geschlaucht von den vergangenen Tagen: "Ich bin müde. Wir brauchten Fahrtkilometer, die wir bisher nicht hatten sammeln können. Da hatte uns Sorgen bereitet." Allen voran die Pirelli-Pneus musste die Mannschaft um Eric Boullier dringend erkunden.

Genau dort drückt Grosjean der Schuh: "Es war nicht die einfachste Rennsimulation, die ich je gemacht habe. Die Reifen bauen massiv ab", stimmt er den vielen Piloten zu, die sich kritisch über das italienische Gummi äußern. Er nennt Motorsport auf diesem Material einen Drahtseilakt: "Du musst alles geben, um 100 Prozent aus den Pneus herauszuholen, aber nicht 101 Prozent, dann ist es vorbei." Überflüssig zu erwähnen, dass Grosjean einer der Piloten ist, die eher zu Zweiterem neigen.

Doch die positiven Eindrücke überwiegen: Am Donnerstag absolvierte der Wahl-Schweizer zeitgleich mit Mark Webber seine Rennsimulation. Der Lotus wies dabei keine offensichtlichen Defizite auf, schien im Mittelstint sogar das schnellere Auto. "Das war im Vergleich zu Red Bull gar nicht so schlecht", kommentiert Grosejan, der im Gesamtklassement der Barcelona-Woche Rang vier einnimmt: 0,340 Sekunden hinter McLaren-Ass Sergio Perez, aber auch eine knappe halbe Sekunde vor Teamkollege Kimi Räikkönen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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Romain Grosjean

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