Hier doppelt vorhanden, doch in Barcelona dafür nicht zu sehen: Luiz Razia

Formel 1 2013

— 23.02.2013

Was ist mit Razia?

Während Max Chilton an allen vier Barcelona-Tagen im Einsatz war, hatte Teamkollege Luiz Razia Pause - Spekulationen um eine vorzeitige Ablösung



Während alle Teams in Barcelona beide Stammfahrer testen ließen (auch bei Force India war wohl der kommende Stammfahrer im Einsatz), durfte bei Marussia nur ein Fahrer ans Steuer. Max Chilton musste das komplette Programm an allen vier Tagen allein absolvieren, obwohl Teamchef John Booth vor dem Jerez-Test noch kommunizierte: "Ich denke nicht, dass Max bei seinem ersten richtigen Formel-1-Test vier Tage lang im Auto sitzen wird. Das wäre für ihn ziemlich anstrengend." Scheinbar sieht man das bei Marussia beim zweiten Test schon anders.

Doch dabei hat das Team mit Luiz Razia doch einen zweiten Piloten, der mit den Hufen scharrt und auch in Barcelona weilte. Doch warum kam der Brasilianer nicht zum Einsatz? Eigentlich hätte er im Auto sitzen sollen, doch das Team entschied sich aus Gründen der Konstanz für Chilton, wie Booth am Donnerstagabend verriet: "Max hat in den vergangenen drei Tagen einen großartigen Job geleistet und wir haben von der Konstanz, die das mit sich gebracht hat, eindeutig profitiert."

Das ist die offizielle Variante, doch in Brasilien vermutet man andere Gründe für die Entscheidung: das Geld. "Es ist zu hören, dass bürokratische Probleme die Zahlung von Razias Sponsorengelder an Marussia verhindern", berichtet die brasilianische Nachrichtenagentur 'Agencia Estado'. Sogar von einer sofortigen Ablöse ist in übereifrigen Medien zu lesen. Nun hat sich Razia gegenüber der Zeitung 'O Estado de Sao Paulo' selbst geäußert: "Manchmal muss man mit solchen Situationen leben. Aber mich interessiert nicht, ob ich die gleiche Anzahl Testtage wie Chilton habe. In anderen Serien habe ich auch nie viel Zeit gebraucht, um mich an ein Auto zu gewöhnen."

Aufschluss geben diese Aussagen nicht wirklich, doch die Zeitung glaubt, den wahren Grund für Chiltons häufige Einsätze zu kennen: Im Paddock werde erzählt, Max Chiltons Vater werde am Ende jedes der drei Jahre, die sein Sohn im Team gebunden ist, einen Teil von Marussia übernehmen. "Es ist bekannt, dass ihr Investment in Marussia viel größer ist, als das von Razia", wird die Zeitung zitiert. Eine befürchtete Ablösung Razias noch vor der Saison, wie von brasilianischen Medien spekuliert, dürfte es aber aller Voraussicht nach nicht geben.

Fotoquelle: xpbimages.com

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