Formel 1 2013

— 23.02.2013

Zetsche: "Wir sollten keine Wunder erwarten"

Daimler-Chef Dieter Zetsche dämpft die Erwartungen an das Mercedes-Team - Umstrukturierungen werden erst langfristig wirken



Drei Saisons hat das Werksteam von Mercedes in der Formel 1 absolviert, doch mehr als ein Sieg steht für die Silberpfeile bislang nicht zu Buche. Zu wenig für einen Weltkonzern wie Daimler, zu dem Mercedes gehört. Mit personellen Umstrukturierungen versucht das Team, in die Erfolgsspur zu kommen. In den vergangenen Jahren wurde vor allem die technische Abteilung in Brackley personell verstärkt, doch nachhaltiger Erfolg stellte sich bisher nicht ein.

"Es war ja in den vergangenen Jahren offenkundig, dass wir mit einem guten Motor unterwegs waren, vielleicht sogar dem besten, und gute Fahrer hatten, dass wir aber mit dem Chassis nicht wettbewerbsfähig waren", analysiert Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, im Interview mit den 'Salzburger Nachrichten' die Situation seines Formel-1-Teams. "Wir kamen nicht auf jenes Niveau, das man von Mercedes erwartet, daher musste das Management des Teams verstärkt werden."

Das geschah Ende des vergangenen Jahres. Nachdem im Herbst bereits Niki Lauda als neuer Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams installiert wurde, musste kurz vor Weihnachten Norbert Haug nach 22 Jahren als Motorsportchef von Mercedes seinen Hut nehmen. Als sein Nachfolger wurde Anfang Januar Toto Wolff vorgestellt. "Wir haben jetzt zwei hoch kompetente Leute an Bord", sagt Zetsche. Der 59-Jährige dämpft jedoch die Erwartung. Das neue Personal werde kurzfristig noch nicht für Erfolge sorgen können.

"Verbesserungen werden natürlich nicht sofort nach Ernennung der Leute sichtbar werden. Wir sollten in dieser Saison noch keine Wunder erwarten", so der Daimler Chef. Erst in der nächsten Saison, wenn das neue technische Reglement der Formel 1 in Kraft tritt, erwartet Zetsche eine deutliche Steigerung des Teams: "Wir haben nächstes Jahr mit dem neuen Motor noch mehr die Chance, das umzusetzen, was wir jetzt anstreben."

Gedanken an einen möglichen Ausstieg von Mercedes aus der Formel 1 oder einen Rückzug auf die Rolle des Motorenherstellers erteilt der Manager eine Absage: "Es ergibt keinen Sinn, sich spekulativ mit dieser Frage zu beschäftigen", so Zetsche. Mercedes wolle "großartige Plattform" weiterhin nutzen und habe dazu die Weichen neu gestellt. "Über Alternativen brauchen wir uns jetzt nicht unterhalten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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