Adrian Sutil im Force-India-Overall: Dieser Anblick ist nur wenig gewöhnungsbedürftig

Formel 1 2013

— 01.03.2013

Sutil: Erst Zwangspause, dann Vollgas

Adrian Sutil ist überzeugt, dass ihm der vorübergehende Abschied aus der Formel 1 gut getan hat: "Man muss sein gesamtes Leben im Griff haben"



Adrian Sutil ist zurück. Nach einer monatelangen Hängepartie wurde der 30-Jährige am Donnerstag endlich als Teamkollege von Paul di Resta bei Force India bestätigt. Der Deutsche überzeugte das Team bei seinem Testeinsatz in der Vorwoche in Barcelona, seine Einsätze im Simulator sollen in Reihen der Force-India-Techniker regelrecht Staunen ausgelöst haben. Im Team weiß man, was man am Rückkehrer hat. Sutil war bis zu seinem Abschied Ende 2011 gut, aber jetzt will er noch besser sein - auf und neben der Strecke.

"Auch meine Freundin sagt, dass mir die Zwangspause gut getan hat. Ich habe gesehen, wer zu mir stand und wer weggelaufen ist", berichtet Sutil in der 'Sport Bild' von dem "guten Jahr" 2012. Er sei in jener Zeit, in der es unter anderem vor Gericht um den Vorwurf der Körperverletzung gegangen war, als Mensch gereift und dadurch auch als Sportler besser geworden. "Mir ist klar geworden, dass ich mich nicht nur um irgendwelche Federn an meinem Auto kümmern darf, sondern mein ganzes Leben im Griff haben muss."

"Heute würde ich gar nicht mehr an so einem Ort und in so einer Situation landen. Das war ein Fehler, das ist klar. Aber diese fünf Sekunden haben mich in gewissem Sinne auch aufgeweckt", blickt Sutil auf jenen Abend in China 2011 zurück, an dem der Deutsche den Lotus-Teilhaber Eric Lux mit einem Glas am Hals verletzte. Seine Strafe hat er akzeptiert, seine zweite Chance in der Formel 1 gesucht. "Ich hatte auch Möglichkeiten in anderen Rennserien, habe die aber nicht konkret verfolgt", sagt Sutil, der auch mit der DTM in Verbindung gebracht worden war.

Bei Force India geht man fest davon aus, dass der Rückkehrer in der kommenden Saison regelmäßig in die Punkte fahren wird - wenn der Force India VJM06 dies zulässt. Aber Sutil will mehr, er will Podestplätze und Siege. Auf dem Weg dorthin müsste er unter anderem seinen früheren Freund Lewis Hamilton (Mercedes) bezwingen. Das Verhältnis der beiden war im Zuge des Gerichtsverfahrens abgekühlt. Der Brite hatte seinem langjährigen Weggefährten damals offenbar nicht gerade hilfreich zur Seite gestanden.

"Als ich hörte, dass Adrian wieder eine Chance bekommen könnte, habe ich gebetet, dass es klappen wird", berichtet Hamilton von seinem Bangen um das Sutil-Comeback. Er habe seinem deutschen Kollegen E-Mails geschrieben, den Kontakt wieder zu intensivieren versucht. "Bisher kam nichts zurück, aber ich denke, wir werden uns bald mal treffen und unterhalten", sagt der Mercedes-Neuzugang. "Ich freue mich für ihn, dass er diese große Chance bekommt. Ich wünsche ihm für dieses Jahr nur das Beste."

Fotoquelle: xpbimages.com

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