Formel 1 2013

— 01.03.2013

Razia-Nachfolge: Kovalainen gegen Bianchi

Im Kampf um die mögliche Nachfolge von Luiz Razia bei Marussia haben Jules Bianchi und Heikki Kovalainen die besten Karten: Beziehungen können Gold wert sein





Weil Luiz Razia wegen ausbleibender Sponsorenzahlungen bei Marussia vor dem schnellen Aus steht, bringen sich bereits zahlreiche Kandidaten für die Nachfolge in Position. Während die Chancen von Kamui Kobayashi, Jaime Alguersuari, Bruno Senna, Witali Petrow und Narain Karthikeyan eher gering sind, dürfen sich zwei andere Piloten allerdings berechtigte Hoffnungen machen: Jules Bianchi und Heikki Kovalainen. Bei beiden spielen die Beziehungen eine wichtige Rolle.

Marussia möchte bezüglich der Cockpitbesetzung die "beste Entscheidung im Sinne des Teams" treffen, wie es Geschäftsführer Graeme Lowdon formulierte. Die britisch-russische Mannschaft will sich nicht mehr auf Versprechungen bezüglich angeblicher Gelder verlassen, sondern handfeste Unterstützung erfahren, die ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf das Budget von Marussia haben dürfte. Es geht um die Technikpartnerschaft mit McLaren und um Motoren für 2014.

Da Cosworth wohl keinen V6-Turbo anbieten kann, muss sich Marussia nach einem neuen Antrieb für die Zeit ab 2014 umschauen, Und genau dort kommt der Name Bianchi ins Spiel. Der Franzose genießt die Unterstützung durch Ferrari. Die Italiener drohen Toro Rosso im kommenden Jahr als Kunden an Renault zu verlieren, man sucht daher nach einem neuen Partner. Geplant war ein Deal mit Force India, die nach der Sutil-Verpflichtung jedoch bei Mercedes bleiben werden.

Bianchi könnte Marussia die Tür zu einem kostengünstigen Vertrag über die Lieferung von Ferrari-Antriebssträngen ab 2014 öffnen. Der Franzose bringt zusätzlich etwas Geld mit, sodass die Saison 2013 gesichert wäre. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' ist der Flirt zwischen Marussia und Bianchi bereits intensiv. Der Ferrari-Zögling soll am Samstag einen Test im Marussia MR02 absolvieren. Am Sonntag könnte Kovalainen zum Einsatz kommen.

Der Finne steht nach wie vor bei McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hoch im Kurs. Der Brite machte sich schon im Winter für seinen ehemaligen Einsatzfahrer stark und wollte Kovalainen bei Marussia unterbringen. Nun ergibt sich offenbar eine zweite Gelegenheit. Marussia hat eine weitreichende, aber auch extrem kostenintensive technische Kooperation mit McLaren. Der Preis für die Nutzung von Simulator, Windkanal und anderen Entwicklungstools könnte durch eine Verpflichtung von Kovalainen womöglich gedrückt werden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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