Auf dem Papier geht Mercedes als schnellstes Team des Winters in die Saison

Formel 1 2013

— 03.03.2013

Mercedes einmal mehr "Testweltmeister"

Rennsimulationen kennzeichnen die letzten Stunden der Barcelona-Testwoche - Nico Rosbergs Bestzeit vom Vormittag bleibt bestehen



Wie erwartet konzentrierten sich die elf Formel-1-Teams am Sonntagnachmittag in Barcelona vordergrndig auf Longruns und damit das Simulieren von Rennsituationen. Auf Zeitenjagd ging nach der Mittagpause niemand mehr. Einzig Lotus-Pilot Kimi Rikknen, der aufgrund eines Getriebeschadens am Vormittag nur zwei fliegende Runden drehen konnte, schob sich auf Rang fnf nach vorn, musste dafr aber weitestgehend auf die ursprnglich geplante Rennsimulation verzichten.

An der Spitze bleibt die kurz nach 12:00 Uhr von Mercedes-Pilot Nico Rosberg auf die Bahn gelegte Runde von 1:20.130 Minuten als die absolut schnellste Zeit des Winters bestehen. Wie viel diese Zeit wert ist, bleibt abzuwarten. Auch vor zwei Jahren gingen die Silberpfeile mit der schnellsten Testzeit in Barcelona (damals durch Michael Schumacher) in die Saison, konnten diese Leistung an den Rennwochenenden aber weder im Qualifying, geschweige denn im Rennen besttigen.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso (+0,364 Sekunden; 2.) schliet die letzten Testfahrten dieses Winters vor dem Saisonauftakt in Melbourne (17. Mrz) als schnellster Mercedes-Verfolger ab. Sowohl die Mercedes- als auch die Ferrari-Bestzeit kamen am Sonntagvormittag bei idealen ueren Bedingungen auf der Soft-Mischung von Pirelli zustande. Wie schon am Vormittag probierte es Alonso auch am Nachmittag in den Schlussminuten noch einmal mit der Supersoft-Mischung - ohne Erfolg.

Fragezeichen hinter Red Bull und McLaren

Die groen Fragezeichen vor der Abreise nach Australien bleiben die vermeintlichen Topteams Red Bull und McLaren. Weltmeister Sebastian Vettel beendete den letzten Testtag als unscheinbarer Sieber der Zeitenliste. Anhand der erzielten Rundenzeiten (2,3 Sekunden Rckstand auf die Bestzeit von Rosberg) liegt der Verdacht nahe, dass Vettel im Gegensatz zur Konkurrenz auch am Vormittag mit viel Sprit unterwegs war.

Die Gesamtperformance von Red Bull einzuschtzen, fllt auch deshalb schwer, weil der Weltmeister am Nachmittag fast ausschlielich auf den Reifen aus dem rumnischen Pirelli-Werk unterwegs war. Diese weisen keine farbliche Markierung auf und lassen daher fr Auenstehende nur vermuten, ob es sich um die Soft- oder die Medium-Mischung handelt. Erst in der letzten Stunde rckte Vettel mit farblich markierten Pneus aus. Es waren die Hard-Reifen mit der orangefarbenen Markierung.

McLaren-Pilot Jenson Button befand sich zur selben Zeit ebenfalls auf den harten Reifen. Im direkten Vergleich - ungeachtet der Spritmenge - fiel der MP4-28 gegenber dem RB9 um mehrere Sekunden ab. Ferrari-Pilot Alonso war auf den Hard-Reifen auf dem Niveau von Button unterwegs. Dennoch herrscht im Red-Bull-Lager alles andere als Partystimmung, was die eine Einschtzung der Krfteverhltnisse an der Spitze nicht einfacher macht.

Rosberg mit konstantem Longrun

Mercedes-Pilot Rosberg befand sich auf einem extrem konstanten Longrun in puncto Rundenzeiten zwischen dem Red Bull und dem McLaren, war dabei allerdings mit der Medium-Mischung unterwegs. Fr Ex-Weltmeister Damon Hill, inzwischen Experte fr 'Sky Sports F1', steht fest: "Red Bull hat hier nichts gezeigt". Im selben Atemzug attestiert der Brite dem Mercedes-Team, "die Karten bereits aufgedeckt" zu haben.

Im zweiten Glied des Feldes bewegten sich Nico Hlkenberg (Sauber) und Paul di Resta (Force India) in puncto Longruns auf hnlichem Niveau. Auch am Vormittag, als weniger die Konstanz ber einen lngeren Zeitraum als vielmehr kurze Stints mit wenig Sprit auf dem Programm standen, bewegten sich Sauber und Force India auf Augenhhe.

Fr Williams war am Nachmittag Valtteri Bottas im Einsatz, nachdem Pastor Maldonado den FW35 im Zuge der Zeitenjagd des Vormittags auf Rang sechs gesteuert hatte. Mit den Soft-Reifen war Bottas auf hnlichem Niveau unterwegs wie Maldonado. Der Finne verlor lediglich elf Hundertstelsekunden auf die Zeit seines Teamkollegen. Ein abschlieender Versuch Bottas' mit der Supersoft-Mischung brachte keine Verbesserung.

Charles Pic (Caterham; 10.), Jules Bianchi (Marussia; 11.), der am Nachmittag von Max Chilton (13.) abgelst wurde und Daniel Ricciardo (Toro Rosso; 12.) rangierten am letzten Testtag des Jahres am unteren Ende der Zeitenliste. Die meisten Runden gingen bei der letzten Ausfahrt vor dem Saisonauftakt einmal mehr auf das Konto von Mercedes. Im Unterschied zu den vorangegangenen Tagen ging der Testbetrieb am Sonntag ohne eine einzige Unterbrechung ber die Bhne.

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Top 10: Die dominantesten Autos der Formel-1-Geschichte

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

News

Fotostrecke: Die grten Hassduelle der Formel-1-Geschichte

News

Formel 1 Ungarn 2017: Teamorder-Diskussionen bei Vettel-Sieg

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung