Kimi Räikkönen war nach seiner Magenverstimmung am Sonntag wieder fit

Formel 1 2013

— 03.03.2013

Lotus: Erst Fahrer krank, dann Auto krank

Der Lotus von Kimi Räikkönen wurde am Morgen des letzten Testtages von Getriebeproblemen eingebremst: Der Finne hat keine großen Sorgen



Der neue Lotus-Renault E21 war während der Wintertests das unzuverlässigste Auto des neuen Jahrgangs. Das neue Auto für Kimi Räikkönen und Romain Grosjean schaffte an zwölf Tagen nur 3.527 Kilometer. Der neue Williams absolvierte zwar noch weniger, aber der FW35 war auch erst zur zweiten Testwoche auf die Strecke gekommen. Auf die Frage, ob sich Räikkönen ob der mangelnden Zuverlässigkeit Sorgen mache, sagt der Finne: "Nein."

"Gestern war ich krank, heute Morgen unser Auto", nimmt es der Ex-Champion mit Humor. Räikkönen konnte am Vormittag kaum fahren, weil am E21 wieder einmal das Getriebe streikte. "Deswegen geht man schließlich testen, um die Probleme herauszufinden", zuckt der "Iceman" nach überstandenen Magenproblemen mit den Schultern. "Aber es stimmt schon: Wir haben nicht ganz die Distanzen fahren können, die wir uns vorgenommen hatten."

Am Abschlusstag reichte es schließlich noch zu 50 Runden. In 1:21.658 Minuten (gefahren auf der weichen Reifenmischung) belegte der Finne am Ende des Tages Rang fünf im Klassement. "Wir haben ein paar Probleme entdeckt, aber auch Lösungen dafür gefunden. Das ist positiv. Ich selbst fühlte mich heute wieder deutlich wohler. Am Nachmittag haben wir viele Versuche unternommen. Ich denke, wir haben eine gute Basis, auch wenn wir das nicht jeden Tag zeigen konnten. Ich bin zufrieden mit dem Auto."

Getriebe nur bei Wärme haltbar?

Räikkönen geht fest davon aus, dass die Sorgen mit der Schalteinheit im E21 ab dem Saisonstart kein Thema mehr sein werden. "Manchmal haben wir durch diese Probleme einige Stunden verloren. Es war immer das gleiche Problem. Ich schätze, dass es nicht mehr auftritt, sobald wir bei wärmeren Bedingungen fahren. Im vergangenen Jahr hatten wir bei den Tests auch diese Schwierigkeiten. Ab dem Saisonstart war das aber kein Thema mehr. Das wird wieder genauso laufen."

"Wir standen heute lange in der Box. Aber wenn wir auf der Strecke waren, dann sind uns gute Fortschritte gelungen", fasst Lotus-Technikchef James Allison zusammen. "Wir haben keinerlei Probleme auf Tempo zu kommen. Unser Getriebeproblem war eines, das wir schon einmal hatten. Wir gehen davon aus, dass es in Melbourne nicht mehr auftreten wird. Wir haben unser Melbourne-Aeropaket getestet, außerdem kommen zum Saisonstart noch einmal ein paar Neuteile. Wir wären bei den Tests vielleicht gern mehr gefahren, aber waren immer sofort schnell, ohne mit allzu wenig Benzin gefahren zu sein."

"Bei den Tests lief nicht alles optimal, aber auf Grundlage dessen, was wir gesehen haben, sind wir zuversichtlich", meint Teamchef Eric Boullier. Man habe trotz der Probleme mit der Standfestigkeit ein umfangreiches Programm bewältigen können. "Wir haben eine gute Basis für den Saisonstart. Es war schön, heute wieder Kimi im Auto zu sehen, nachdem ihn gestern Davide Valsecchi und Romain Grosjean vertreten hatten. Es wird ein enger Wettbewerb. Ich bin sicher, dass wir vorne mitmischen können."

Fotoquelle: xpbimages.com

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