Bluff oder echte Probleme? Sebastian Vettel wirkte am Sonntag nachdenklich

Formel 1 2013

— 04.03.2013

Vettel: "Die Reifen waren einfach nicht gut genug"

Sebastian Vettel kritisiert nach Abschluss der Testfahrten die kurzlebigen Pirelli-Reifen, welche die Saisonvorbereitung von Red Bull behindert haben



Auch am letzten Tag der Wintertests der Formel 1 verhielt sich Red Bull unauffällig. Sebastian Vettel verzichtete auf die Jagd nach schnellen Runden und belegte mit rund 2,5 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Nico Rosberg (Mercedes) Rang acht. Im Interview zieht der Weltmeister ein gemischtes Fazit der Tests und kritisiert vor allem die wenig haltbaren Pirelli-Reifen, die eine seriöse Testarbeit verhindert hätten. Daher habe Red Bull vor dem Saisonstart in Melbourne noch einiges zu tun. Die Zeiten der Mercedes beeindrucken Vettel hingegen nicht sonderlich.

Frage: "Sebastian, es war ein wundervoller Testtag. Was habt ihr gestern gelernt? Könnt ihr euch auf den Saisonauftakt freuen?"
Sebastian Vettel: "Wir freuen uns auf jeden Fall darauf. Insgesamt gesehen waren die Tests für uns gut, aber wir hätten uns mehr Konstanz gewünscht, vor allem bei den Reifen. Ich denke, hier hatten alle Teams dieselben Probleme. Wir waren bei allen drei Test davon abhängig, was die Reifen zuließen. Es war sehr schwierig, Änderungen des Setups richtig zu verstehen und eine Richtung zu finden, in die man mit dem Auto gehen muss, weil die Reifen einfach nicht gut genug waren."

Frage: "Was genau würdet ihr gerne noch erledigen?"
Vettel: "Wir würden gerne noch weiter an der Abstimmung arbeiten, aber das haben die Reifen nicht zugelassen."

Frage: "In welchen Bereichen müsst ihr euer Auto verbessern?"
Vettel: "Es ist sehr schwierig, den Bereich genau zu bestimmen, weil die Reifen nicht gut genug waren. An den vergangenen beiden Tagen war das Wetter sehr gut. Blauer Himmel, Sonnenschein und es war auch nicht sonderlich kalt. Der Asphalt war auch recht gut, aber die Reifen waren immer noch schlecht. Wir müssen und die Daten ansehen und sie mit unseren Werten aus Melbourne vergleichen. Dann wissen wir, was uns in Australien erwartet. Dort könnte alles anderes sein, daher sind die Rundenzeiten und unsere Position in der Zeitenliste nicht so wichtig."

Frage: "Euer Auto ist eine Evolution. Könnte es daher sein, dass ihr im Saisonverlauf keine großen Schritte mehr machen werdet?"
Vettel: "Man neigt immer dazu, so zu denken, aber dann bringen die Leute aus der Aerodynamik-Abteilung ein paar neue Teile und wir machen einen Schritt vorwärts. Unser Ziel ist, das Auto deutlich zu verbessern und dafür die verbleibende Zeit zu nutzen. Wir müssen aber noch besser verstehen, wie sich das neue Auto verhält."

Frage: "Welches Ziel setzt ihr euch für Australien?"
Vettel: "Wir hatten noch nie einen konfuseren Winter als in diesem Jahr. Die Reifen halten, wenn überhaupt, eine Runde. Bei einigen mag das vielleicht anderes sein, abhängig davon, wie viel Temperatur man in die Reifen bekommt. Es ist unmöglich, das Tempo der Autos zu erkennen und somit Favoriten auszumachen."

Frage: "Was sagst du zur Pace der Mercedes?"
Vettel: "Wir haben ihre Rundenzeiten gesehen, aber es ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, welchen Schritt das Auto auf den jeweiligen Reifen macht. Es hilft natürlich auch, wenn man etwas weniger Benzin ins Auto füllt. Wir müssen uns aber um uns selbst kümmern. Wir konnten nicht an alle Punkte einen Haken machen, die letzten beiden Tage waren nicht so gut, wie wir erwartet hatten. Aber es ist noch ein wenig Zeit übrigen, wir werden sehen, wie die Saison beginnt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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