Nur ein Sieg? David Coulthard glaubt nicht, dass Lewis Hamilton damit zufrieden wäre

Formel 1 2013

— 04.03.2013

Coulthard: Lewis will mehr als nur einen Sieg

David Coulthard glaubt, dass Lewis Hamilton bei Mercedes mit nur einem Sieg nicht zufrieden wäre - Die Paydriver-Diskussion verwundert den Schotten



Während Lewis Hamilton vor Beginn der Testfahrten nicht gelaubt hatte, dass er bei Mercedes in diesem Jahr um Siege fahren kann, stimmten die positiven Eindrücke der Tests den Briten deutlich zuversichtlicher. Nach seiner Bestzeit am Samstag teilte Hamilton mit, dass er nun hoffe, in dieser Saison ein Rennen zu gewinnen. Sein Landsmann David Coulthard nimmt Hamilton dieses Understatement jedoch nicht ab und glaubt nicht, dass der Weltmeister von 2008 mit einer solchen Bilanz zufrieden wäre.

"Ich denke, dass jemand mit Lewis' Klasse mit nur einem Sieg oder einem Podium nicht glücklich sein kann. Es möchte gewinnen und genau wie alle anderen dominieren", wird der frühere Grand-Prix-Pilot von der 'Sportsmail' zitiert. Der ehemalige Mercedes-DTM-Pilot sieht auch den Stuttgarter Autobauer unter Zugzwang. Mercedes stehe als Erfinder des Automobils und als Premiumhersteller unter einer besonderen Erwartungshaltung.

Den Umstieg seines Landsmanns, der nach sechs Jahren bei McLaren erstmals zu einem anderen Formel-1-Team wechselte, begrüßt Coulthard ausdrücklich. Hamilton werde die neue Herausforderung bei Mercedes genießen. "Es ist so, als würde er zum ersten Mal zu Hause ausziehen, davor hat man keine Angst. Er wird sein Bestes geben, aber das wird schnell nachlassen, wenn er ins Mittelfeld zurückfallen sollte", warnt Coulthard.

Enttäuscht zeigt sich Coulthard darüber, dass Paul di Resta weiterhin bei Force India fährt: "Paul wäre ein Kandidat für Ferrari oder McLaren", so der Schotte. Di Resta war sowohl als potenzieller Nachfolger von Felipe Massa als auch von Hamilton im Gespräch, doch Ferrari hielt dem Brasilianer die Treue, und bei McLaren kam, zur Verwunderung Coulthards, Sergio Perez zum Zuge. "McLaren schaut, aus welchen Gründen auch immer, oft nicht so sehr auf die fahrerischen Fähigkeiten, sondern sucht einen internationalen Fahrer", so der 41-Jährige.

Die Diskussionen um die sogenannten Paydriver, von denen aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angeblich immer mehr in der Formel 1 vertreten sind, kann Coulthard nicht so recht nachvollziehen. Man habe schon immer Geld benötigt, um in die Formel 1 zu kommen, wie der Schotte an zwei prominenten Beispielen belegt.

"Ayrton Senna bekam Geld und ist dann für Toleman gefahren. Technisch gesehen war er ein Paydriver. Fernando Alonso musste Geld mitbringen, als er bei Minardi angefangen hat", nennt Coulthard zwei spätere Weltmeister, die sich die Eintrittskarte in den Grand-Prix-Sport auch finanziell "verdienten". Ein Garant für Erfolge seien zahlungskräftige Sponsoren jedoch nicht: "Geld kann dich in den Sport bringen, aber es macht dich nicht zum Weltmeister", so Coulthard.

Fotoquelle: xpbimages.com

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