Fernando Alonso konnte sich heute Morgen nicht ausschlafen und Kräfte sammeln

Formel 1 2013

— 05.03.2013

Alonso & Co.: Dopingkontrolle stört Ruhe vor Saisonstart

Einige Piloten, darunter Ferrari-Star Fernando Alonso, mussten heute Morgen eine Dopingkontrolle über sich ergehen lassen - Nicht für alle ein leichtes Unterfangen



Die Formel-1-Piloten sammeln dieser Tage noch einmal ihre Kräfte, bevor in Melbourne kommende Woche eine lange, anstrengende Saison beginnt. Doch heute Morgen wurde die Ruhe plötzlich gestört - einige Fahrer wurden durch eine Dopingkontrolle überrascht. Darunter auch der spanische Ferrari-Superstar Fernando Alonso, der seine Fans gleich über 'Twitter' informierte: "06:42h. Control antidoping."

Nicht bei allen lief die Überprüfung ganz rund. Daniel Ricciardo, der ebenfalls am Morgen getestet wurde, gibt via 'Twitter' zu: "Im eigenen Haus zu pinkeln wird plötzlich schwierig, wenn dir jemand über die Schulter starrt." McLaren-Pilot Sergio Perez war hingegen über den Zeitpunkt nicht gerade erfreut. "Pff, früh am Morgen - und ich muss aufstehen für einen Dopingtest", twitterte der Mexikaner.

Obwohl es in der Formel 1 bisher abgesehen von Tomas Enge, der 2002 positiv auf Cannabis getestet worden war, keine Dopingfälle gab, gelten die Richtlinien der Antidoping-Behörde WADA, mit der die FIA seit 2005 eng zusammenarbeitet. Auslöser waren die Anschuldigungen des ehemaligen Ferrari-Teamarztes Benigno Bartoletti, der behauptet hatte, in der Formel 1 nehme jeder dritte Fahrer Kokain zur Leistungssteigerung. Sie stellten sich aber als unrichtig heraus.

Seitdem müssen die Piloten drei Monate im Vorhinein anmelden, wo sie sich aufhalten werden und täglich ein Zeitfenster von einer Stunde festlegen, wo man für eine Kontrolle zu erreichen ist. Dies kann auch - wie man nun gesehen hat - abseits der Rennen passieren. Kontrolleure gehen dann mit dem Fahrer gemeinsam zur Toilette und schauen ihm beim Pinkeln über die Schulter, damit die Urinproben ja nicht ausgetauscht werden können. Wenn es vorkommt, dass der Fahrer nicht am angegeben Ort zu finden ist, wird er verwarnt - bei der dritten Verwarnung in 18 Monaten droht eine einjährige Sperre.

Fotoquelle: xpbimages.com

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