Gary Hartstein hat an seinem Rauswurf nach wie vor zu knabbern

Formel 1 2013

— 06.03.2013

Hartstein: Seitenhieb gegen die FIA

Der geschasste Formel-1-Arzt Gary Hartstein geht mit den Köpfen der Medizinischen Kommission der FIA hart ins Gericht: "Fortschritt wird langsamer vonstatten gehen"



Wenn die Formel-1-Boliden am 17. März im Albert Park von Melbourne die Saison 2013 unter die Räder nehmen, wird Gary Hartstein den Grand Prix aus dem Fernsehsessel verfolgen. Nachdem er insgesamt 16 Jahre lang - zunächst als Assistent von Formel-1-Arzt Sid Watkins und ab der Saison 2005 als dessen Nachfolger - bei jedem Rennen vor Ort war, ist dies eine völlig neue Erfahrung für den 57-jährigen US-Amerikaner.

Wenige Tage vor dem Grand Prix der USA 2012 in Austin wurde Hartstein darüber informiert, dass sein Vertrag als Chefarzt der Formel-1-Gemeinde nicht verlängert wird. Inzwischen steht in Person des Briten Ian Roberts (jahrelang Chefarzt der Rennstrecke in Silverstone) ein Nachfolger fest und Hartstein, der im Dezember mit teils skurril anmutenden Tweets für Aufsehen sorgte, wundert sich noch heute über die Gründe für seine Ablösung.

"Man fragt sich wahrscheinlich, wo die Gründe für diese Entscheidung liegen. Mir geht es da nicht anders, denn es wurden keine genannt - weder von Professor Saillant, dem Chef der Medizinischen Kommission der FIA noch von Professor Piette, dem Medizinischen Delegierten der Formel 1", rätselt Hartstein im Gespräch mit 'gocar.gr'.

"Die ohrenbetäubende Stille in Verbindung mit der einhelligen Unterstützung der Fahrer, der Teams und der Öffentlichkeit lässt mich glauben, dass es rein persönliche Gründe waren", so Hartstein, der sich trotz der Enttäuschung inzwischen damit abgefunden zu haben scheint: "Mir war von Beginn an klar, dass nichts in diesem Spiel ewig dauert. Ich sehe meinen Rauswurf als Chance, nun Dinge zu tun, die mir durch den vollgepackten Terminkalender bisher nicht möglich waren."

Auch nach seinem unfreiwilligen Abschied von der Grand-Prix-Bühne ist Hartstein überzeugt, dass die von den ehemaligen Weltmeistern Niki Lauda und Jackie Stewart angestoßenen und vom langjährigen Formel-1-Arzt Sid Watkins weitergeführten Bemühungen hinsichtlich einer Verbesserung der Sicherheit fortgesetzt werden. "Es besteht kein Zweifel daran, dass der von Niki, Jackie, Sid und vielen anderen eingeschlagene Weg weitergegangen wird. Ian Roberts gehört da natürlich ganz klar dazu", sagt Hartstein.

Dennoch lässt der US-Amerikaner auch in diesem Punkt Verbitterung durchblicken. "Angesichts des mangelnden Wissens und der mangelnden Erfahrung im Motorsport, der die beiden führenden Köpfe auf dem medizinischen Sektor der FIA kennzeichnet, wird der Fortschritt auf diesem Gebiet wohl langsamer vonstatten gehen", kann sich Hartstein einen weiteren Seitenhieb gegen Saillant und Piette nicht verkneifen.

Fotoquelle: xpb.cc

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